Thailand, Sukhothai, Die Vögel

So unbedeutend das neue Sukhothai tagsüber ist, so bedeutend ist es Nachts…zumindest für einen…die Vögel.

Yo erzählt mir, dass es sich um den Mina-Bird handelt (zu deutsch: Hirtenmaina). Ein bis zu 25cm großes Kerlchen, das weltweit vorkommt, seine Wurzeln aber vor allem in Indien hat. Die Anzahl der Flattermänner ist so gewaltig, dass sie einen Platz in der Liste der invasiven Neobiota inne haben.

Woher SIE kommen, wieso SIE genau hier sind und wohin SIE am Morgen wieder verschwinden, weiß ich nicht. Aber SIE sind da…hunderte und aberhunderte von ihnen…sobald die Sonne untergeht, kommen SIE, setzen sich auf die Stromleitungen und deren Masten, auf die Hausdächer, Balkone und Mauervorsprünge. Am schlimmsten ist es wohl unweit der beiden Tempel, wenn der Fluß seine weitläufige Biegung gen Osten nimmt, zwischen der großen Brücke und den 7/11-Supermärkten, auf Höhe der Bar64000. Früher waren SIE auf der anderen Flussseite anzutreffen, unweit des Hostels, in dem ich untergekommen bin, wodurch Yo beim Check-In standardmässig Ohrstöpsel zum Zimmerschlüssel dazugibt. Seit die Bäume vor dem Hostel gestutzt wurden, muss sich das ganze Spektakel etwas auf die andere Flussseite verlegt haben, wo ich ab 18.00Uhr kaum ein gedachtes Wort verstehe. SIE schreien und kreischen, erzählen und ärgern sich…und wenn es dann dunkel geworden ist, sitzen SIE oft reglos auf den Stromleitungen entlang der Hauptstraße und starren lautlos auf die Bevölkerung herab. Ein Fluch für die Stadt…

Auszug Wikipedia: In der Dämmerung versammeln sich die Schwärme zum Schlafen in Bäumen und rufen mit gurgelnden, quiekenden und klickenden Tönen…