Italien, Rom, Der Vatikan

Der Wecker klingelt früh und bereits um kurz nach 8 warte ich am Bahnhof Roma Trastevere auf meinen Zug, der mich wieder an den Vatikan bringen wird. Heute verwehrt mir niemand den Zugang und so trete ich kurz vor 9.00Uhr schließlich unter der linken Kolonnade hindurch auf den heiligen Petersplatz. Es ist bereits jetzt zu warm für lange Hosen. Obwohl ich mir den Platz vor dem Petersdom größer vorgestellt habe, überwältigen mich umgehend die hohen Säulen, die den Platz umgeben und die riesigen Heiligenstatuen aus weißem Travertinstein, die von oberhalb der Säulen auf mich herunterzuschauen scheinen. Noch ist wenig los und so gibt das Plätschern der beiden großen Brunnen auf der Piazza San Pietro den Ton an. Ich laufe staunend zur Eingangspforte des Petersdom hinauf und trete durch die hohen Bronzetüren aus dem fünfzehnten Jahrhundert in eine andere Welt. Das Innere der größten Kirche der Christenheit ist gigantisch. Die Decke ist 45 Meter hoch und wird von gewaltigen Säulen gestützt. Riesige Statuen aus Stein, Marmor und Gold schauen auf den über 150 Metern vor bis zum Altar auf mich herunter. Ich staune mit offenem Mund und bin überfordert. Es dauert eine gefühlte Ewigkeit, bis ich alles gesehen habe und ich friedliche Entspannung in mir verspüre. Ich schreite ich Richtung Kuppelaufgang und nehme die 551 Stufen in Angriff, die mich in die Laterne auf dem Kuppeldach führen werden.

Nachdem ich wieder festen Boden unter den Füßen habe, mache ich mich auf zu einem großen Tor links des Petersplatzes. Vor dem Eingang zum Petersdom befindet sich zwischenzeitlich eine Schlange von mehreren hundert Menschen, die allesamt das Innere des gewaltigen Gotteshauses bestaunen wollen. Gott sei Dank war ich bereits so früh hier.

Als ich das Tor links des Petersplatzes erreiche, tritt mir ein schweizer Gardist in seiner bunt leuchtenden Uniform entgegen und versperrt mir den Weg. Das Zauberwort lautet in meinem Fall als deutscher Staatsbürger „german cemetery“. Ein deutschsprachiger Mönchsorden betreut in dem kleinsten Staat der Welt seit fünf Jahrhunderten einen kleinen Friedhof, den es deutschen Besuchern erlaubt, etwas weiter in den Vatikan vorzudringen als üblich. Ein Privileg. Der Gardist tritt zur Seite. Der Friedhof liegt innerhalb eines kleinen Hofes, der von einer hohen Steinmauer umgeben ist. Die Sonne strahlt von oben herab und trotzdem ist es unter den hohen Bäumen angenehm kühl. Augenblicklich verstummt der Lärm von draußen und in mir kehrt Ruhe ein.

Auf 12.00Uhr finde ich mich vor dem Eingang zu den vatikanischen Museen ein, die antike Schätze aus aller Herren Länder und unermesslichem Wert beherbergen und an die auch die sixtinische Kapelle mit den weltbekannten Malereien Michelangelos anschließt. Glücklicherweise konnte ich gestern Abend noch im Internet eine Eintrittskarte für heute erwerben, die es mir erlaubt, die Schlange wartender Besucher vor dem Tickethäuschen zu umgehen, die sich unter sengender Mittagshitze weiter als weit entlang der Außenseite der hohen Vatikan-Mauern entlang schlängelt. Mein Besuch in den Museen dauert schließlich den ganzen Nachmittag an und erst mit der Schließung um 18.00Uhr trete ich wieder hinaus auf die offene Straße…und hinein in den Stadtlärm von Rom.

Morgen fliege ich wieder heim…

Auf dem Petersplatz…
Auf dem Petersplatz…
Eingang zum Petersdom…
Im Petersdom…
Im Petersdom…
Im Petersdom…
Im Petersdom…
Im Petersdom…
Im Petersdom…
Am Petersdom…
Mein Vatikansoutfit.
Das Kuppeldach von Innen.
Die Aussicht von der Kuppel aus.
Die Kuppel des Petersdoms.
Auf dem kleinen Friedhof…
Auf dem kleinen Friedhof…
Auf dem kleinen Friedhof…
Das Gebäude rechts des Friedhofs.
Die Aussicht vom Friedhof.
Die schweizer Garde.
Und dann die Museen:
Die Jesus-Geschichte auf Wandteppichen.
Wandmalerei von Michelangelo.
Wandmalerei von Michelangelo.
Wandmalerei von Michelangelo.
Eines der letzten Bilder von Vincent van Gogh.
Hinter Gittern…
Der Petersdom.
Italien…das Land, in dem man sich abends zum kickern trifft. 😉

Italien, Rom

Meinen zweiten Tag in der italienischen Hauptstadt beginne ich mit Cappuccino und Cornetto-Hörnchen, was einem gefüllten Croissant entspricht, in einem kleinen gemütlichen Cafè im Stadtteil Trastevere. Anschließend lasse ich mich von der italienischen Bahn zur Vatikanstadt fahren, die ich mir heute vornehmen möchte, wo mir dann aber prompt der Eintritt verwehrt wird. Zu voll ist der Platz, der Papst hat Gäste und mein Dresscode entspricht nicht den Vorschriften. Memo an mich selbst: Für eine lange Hose und ein Hemd sollte auch bei einem Kurztrip Platz im Reisegepäck sein. So gehe ich heute wohl noch shoppen und hab dann für morgen Programm.

Ich schlendere unbekümmert die schmalen Gässchen in Richtung Innenstadt entlang und ertappe mich promt dabei, wie ich wieder am fotografieren bin. Diese Stadt bietet so unglaublich viele Motive und ich komme, wie bereits am Vortag, nicht aus dem Staunen heraus. Gemütlich und stressfrei komme ich auf der Piazza Navona an und genieße den italienischen Flair, der hier herrscht. Mein Weg führt mich weiter zum Pantheon, dem am besten noch erhaltenen Tempel des gesamten Römischen Reichs. Der Trevi-Brunnen. Drei riesige Kugeln Eis bei der Il Gelato di San Crispino, welche im Nachhinein die Besten waren, die ich in Rom genießen durfte. Die spanische Treppe und über sie hoch zur Kirche Ss. Trinita dei Monti, die im sechzehnten Jahrhundert unter französischer Regie gebaut wurde. Entlang der Via del Corso zur Piazza del Popolo mit der schönen Fontana della dea Roma. Zurück über die Via del Corso bis hinunter zur Piazza Venezia im Herzen der Stadt. Auf dem Campo de Fiori gönne ich mir schließlich im Schatten großer Sonnenschirme eine Shisha, während ich das bunte Treiben auf dem lokalen Obst- und Gemüsemarkt vor mir beobachte.

Auf dem Rückweg nach Trastevere kaufe ich mir schließlich eine lange Hose und ein schönes Hemd für meinen Vatikan-Besuch am nächsten Tag und esse zum Dinner, wie würde es besser passen, eine Pizza.

Jaja, einer dieser Tage…

Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf der Piazza Navona.
Das Pantheon.
Der Eingang zum Pantheon.
Die Kuppel des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Auf den Straßen Roms…
Der Trevi Brunnen.
Der Trevi Brunnen.
Eis bei der Il Gelato di San Crispino.
Die spanische Treppe und die Kirche Ss. Trinita dei Monti.
Rom.
Die schöne Fontana della dea Roma.
Auf den Straßen Roms…
Dinner auf italienisch: cena.

Italien, Rom, Das Römische Reich

Rom. Ich wollte schon immer mal hierher in die italienische Hauptstadt und nun endlich ist es soweit. Nachdem ich gestern Abend in meinem Hostel im Stadtteil Trastevere angekommen bin hab ich nicht mehr allzu viel gemacht. Doch warte…ich aß eine erste original italienische Pizza.

Meinen ersten Tag hier in Rom widme ich ganz der Vergangenheit. Schon beim Erreichen der Piazza Venezia im Stadtzentrum, in deren Süden das Kapitol liegt, werde ich von der Pracht alter Gebäude regelrecht übermannt. Die Kirche San Marco. Das Denkmal für Vittorio Emanuele II (auf italienisch: Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II), das vor dem Kapitol liegt. Das Kapitol selbst, das auf dem kleinsten der sieben Hügel Roms erbaut wurde. Die Basilika Santa Maria in Aracoeli, die aus dem sechsten Jahrhundert stammt und der dahinter liegende Kapitolsplatz, die Piazza del Campidoglio, die von Michelangelo neu entworfen wurde und wo heute das römische Rathaus steht. Ich schlendere durch enge Gässchen über uralte Pflastersteine in Richtung Süden und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kleine Balkone und Erker an den Hauswänden, Gebäude verbindende Brückchen, imposante Statuen und Brunnen aus Marmor, alte Straßenlaternen, die das Stadtbild schmücken. Überall laden mich kleine Wasserspender dazu ein, meine Trinkflasche mit erfrischendem Trinkwasser aufzufüllen. Es ist heiß in Rom. Ich strahle von innen heraus, genieße jeden Schritt und weiß nicht, wo ich mein Kameraobjektiv als erstes hinrichten soll.

Ich finde mich schließlich vor dem Eingang zum Palatin wieder und steige den Hügel empor, auf dem einst, bereits im achten Jahrhundert vor Christus, die ersten und später dann zu Zeiten des römischen Reichs die prächtigsten Gebäude Roms standen. Was den Überlieferungen nach einst vor luxuriösen und reich geschmückten Palästen nur so erstrahlte, ist heute lediglich noch zu erahnen, doch selbst die Ruinen wirken mit etwas Fantasie majestätisch. Vom Palatin aus eröffnet sich mir ein atemberaubender Blick auf Rom und das Forum Romanum, wo weit vor unserer Zeit das Herz sowie der geschäftliche und politische Nabel des Römischen Reiches lag. Über breite Treppen aus weißem Marmor steige ich vom Palatin hinunter ins Forum Romanum, um die Ruinen uralter Tempel und Versammlungsorte auf mich wirken zu lassen.

Um 17.00Uhr habe ich ein Rendezvous, auf das ich mich schon seit Tagen freue. Bereits von weitem sehe ich das Kolosseum vor mir und umso näher ich komme, umso beeindruckender wirkt das alte Bauwerk auf mich. Einst fanden sich hier bis zu 50.000 Menschen der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten ein, um Kämpfe gegen wilde Tiere aus aller Herren Länder und zwischen den Gladiatoren zu verfolgen. Wie ich das Kolosseum betrete und durch die großen Gänge auf uralten Treppen mit meterhohen Decken aus Travertinstein ins innere der Arena vordringe, kann ich mir vorstellen, wie laut es hier einst vor den Kämpfen war, wenn die Zuschauer zu ihren Rängen drängten. Als ich schließlich am Ende meiner Besichtigungstour den untersten der vier Ring erreiche und auf gleicher Höhe wie einst die Gladiatoren stehe, ergreift mich beim Blick hoch zu den Rängen ein ehrfürchtiges Gefühl. Vor meinem inneren Auge sehe ich tausende von jubelnden Menschen von den Rängen auf mich herabblicken. Zum Glück geht es bei mir jetzt nicht um Leben und Tod. Beeindruckend und erschaudernd zugleich.

Meinen Heimweg nehme ich über das Zentrum von Trastevere…und gönne mir echtes italienisches Eis.

Meine erste Pizza in Rom.
Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Auf der Piazza del Campidoglio, dem Kapitolsplatz.
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Der Palatin…
Der Blick vom Palatin in Richtung Kapitol.
Der Blick vom Palatin ins Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Junge Liebe.
Der Tiber mit dem Petersdom am Horizont.
Mein erstes Eis in Rom.