Italien, Rom, Das Römische Reich

Rom. Ich wollte schon immer mal hierher in die italienische Hauptstadt und nun endlich ist es soweit. Nachdem ich gestern Abend in meinem Hostel im Stadtteil Trastevere angekommen bin hab ich nicht mehr allzu viel gemacht. Doch warte…ich aß eine erste original italienische Pizza.

Meinen ersten Tag hier in Rom widme ich ganz der Vergangenheit. Schon beim Erreichen der Piazza Venezia im Stadtzentrum, in deren Süden das Kapitol liegt, werde ich von der Pracht alter Gebäude regelrecht übermannt. Die Kirche San Marco. Das Denkmal für Vittorio Emanuele II (auf italienisch: Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II), das vor dem Kapitol liegt. Das Kapitol selbst, das auf dem kleinsten der sieben Hügel Roms erbaut wurde. Die Basilika Santa Maria in Aracoeli, die aus dem sechsten Jahrhundert stammt und der dahinter liegende Kapitolsplatz, die Piazza del Campidoglio, die von Michelangelo neu entworfen wurde und wo heute das römische Rathaus steht. Ich schlendere durch enge Gässchen über uralte Pflastersteine in Richtung Süden und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kleine Balkone und Erker an den Hauswänden, Gebäude verbindende Brückchen, imposante Statuen und Brunnen aus Marmor, alte Straßenlaternen, die das Stadtbild schmücken. Überall laden mich kleine Wasserspender dazu ein, meine Trinkflasche mit erfrischendem Trinkwasser aufzufüllen. Es ist heiß in Rom. Ich strahle von innen heraus, genieße jeden Schritt und weiß nicht, wo ich mein Kameraobjektiv als erstes hinrichten soll.

Ich finde mich schließlich vor dem Eingang zum Palatin wieder und steige den Hügel empor, auf dem einst, bereits im achten Jahrhundert vor Christus, die ersten und später dann zu Zeiten des römischen Reichs die prächtigsten Gebäude Roms standen. Was den Überlieferungen nach einst vor luxuriösen und reich geschmückten Palästen nur so erstrahlte, ist heute lediglich noch zu erahnen, doch selbst die Ruinen wirken mit etwas Fantasie majestätisch. Vom Palatin aus eröffnet sich mir ein atemberaubender Blick auf Rom und das Forum Romanum, wo weit vor unserer Zeit das Herz sowie der geschäftliche und politische Nabel des Römischen Reiches lag. Über breite Treppen aus weißem Marmor steige ich vom Palatin hinunter ins Forum Romanum, um die Ruinen uralter Tempel und Versammlungsorte auf mich wirken zu lassen.

Um 17.00Uhr habe ich ein Rendezvous, auf das ich mich schon seit Tagen freue. Bereits von weitem sehe ich das Kolosseum vor mir und umso näher ich komme, umso beeindruckender wirkt das alte Bauwerk auf mich. Einst fanden sich hier bis zu 50.000 Menschen der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten ein, um Kämpfe gegen wilde Tiere aus aller Herren Länder und zwischen den Gladiatoren zu verfolgen. Wie ich das Kolosseum betrete und durch die großen Gänge auf uralten Treppen mit meterhohen Decken aus Travertinstein ins innere der Arena vordringe, kann ich mir vorstellen, wie laut es hier einst vor den Kämpfen war, wenn die Zuschauer zu ihren Rängen drängten. Als ich schließlich am Ende meiner Besichtigungstour den untersten der vier Ring erreiche und auf gleicher Höhe wie einst die Gladiatoren stehe, ergreift mich beim Blick hoch zu den Rängen ein ehrfürchtiges Gefühl. Vor meinem inneren Auge sehe ich tausende von jubelnden Menschen von den Rängen auf mich herabblicken. Zum Glück geht es bei mir jetzt nicht um Leben und Tod. Beeindruckend und erschaudernd zugleich.

Meinen Heimweg nehme ich über das Zentrum von Trastevere…und gönne mir echtes italienisches Eis.

Meine erste Pizza in Rom.
Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Auf der Piazza del Campidoglio, dem Kapitolsplatz.
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Der Palatin…
Der Blick vom Palatin in Richtung Kapitol.
Der Blick vom Palatin ins Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Junge Liebe.
Der Tiber mit dem Petersdom am Horizont.
Mein erstes Eis in Rom.

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