Italien, Rom

Meinen zweiten Tag in der italienischen Hauptstadt beginne ich mit Cappuccino und Cornetto-Hörnchen, was einem gefüllten Croissant entspricht, in einem kleinen gemütlichen Cafè im Stadtteil Trastevere. Anschließend lasse ich mich von der italienischen Bahn zur Vatikanstadt fahren, die ich mir heute vornehmen möchte, wo mir dann aber prompt der Eintritt verwehrt wird. Zu voll ist der Platz, der Papst hat Gäste und mein Dresscode entspricht nicht den Vorschriften. Memo an mich selbst: Für eine lange Hose und ein Hemd sollte auch bei einem Kurztrip Platz im Reisegepäck sein. So gehe ich heute wohl noch shoppen und hab dann für morgen Programm.

Ich schlendere unbekümmert die schmalen Gässchen in Richtung Innenstadt entlang und ertappe mich promt dabei, wie ich wieder am fotografieren bin. Diese Stadt bietet so unglaublich viele Motive und ich komme, wie bereits am Vortag, nicht aus dem Staunen heraus. Gemütlich und stressfrei komme ich auf der Piazza Navona an und genieße den italienischen Flair, der hier herrscht. Mein Weg führt mich weiter zum Pantheon, dem am besten noch erhaltenen Tempel des gesamten Römischen Reichs. Der Trevi-Brunnen. Drei riesige Kugeln Eis bei der Il Gelato di San Crispino, welche im Nachhinein die Besten waren, die ich in Rom genießen durfte. Die spanische Treppe und über sie hoch zur Kirche Ss. Trinita dei Monti, die im sechzehnten Jahrhundert unter französischer Regie gebaut wurde. Entlang der Via del Corso zur Piazza del Popolo mit der schönen Fontana della dea Roma. Zurück über die Via del Corso bis hinunter zur Piazza Venezia im Herzen der Stadt. Auf dem Campo de Fiori gönne ich mir schließlich im Schatten großer Sonnenschirme eine Shisha, während ich das bunte Treiben auf dem lokalen Obst- und Gemüsemarkt vor mir beobachte.

Auf dem Rückweg nach Trastevere kaufe ich mir schließlich eine lange Hose und ein schönes Hemd für meinen Vatikan-Besuch am nächsten Tag und esse zum Dinner, wie würde es besser passen, eine Pizza.

Jaja, einer dieser Tage…

Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf den Straßen Roms…
Auf der Piazza Navona.
Das Pantheon.
Der Eingang zum Pantheon.
Die Kuppel des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Im Inneren des Pantheon.
Auf den Straßen Roms…
Der Trevi Brunnen.
Der Trevi Brunnen.
Eis bei der Il Gelato di San Crispino.
Die spanische Treppe und die Kirche Ss. Trinita dei Monti.
Rom.
Die schöne Fontana della dea Roma.
Auf den Straßen Roms…
Dinner auf italienisch: cena.

Italien, Rom, Das Römische Reich

Rom. Ich wollte schon immer mal hierher in die italienische Hauptstadt und nun endlich ist es soweit. Nachdem ich gestern Abend in meinem Hostel im Stadtteil Trastevere angekommen bin hab ich nicht mehr allzu viel gemacht. Doch warte…ich aß eine erste original italienische Pizza.

Meinen ersten Tag hier in Rom widme ich ganz der Vergangenheit. Schon beim Erreichen der Piazza Venezia im Stadtzentrum, in deren Süden das Kapitol liegt, werde ich von der Pracht alter Gebäude regelrecht übermannt. Die Kirche San Marco. Das Denkmal für Vittorio Emanuele II (auf italienisch: Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II), das vor dem Kapitol liegt. Das Kapitol selbst, das auf dem kleinsten der sieben Hügel Roms erbaut wurde. Die Basilika Santa Maria in Aracoeli, die aus dem sechsten Jahrhundert stammt und der dahinter liegende Kapitolsplatz, die Piazza del Campidoglio, die von Michelangelo neu entworfen wurde und wo heute das römische Rathaus steht. Ich schlendere durch enge Gässchen über uralte Pflastersteine in Richtung Süden und komme aus dem Staunen nicht mehr heraus. Kleine Balkone und Erker an den Hauswänden, Gebäude verbindende Brückchen, imposante Statuen und Brunnen aus Marmor, alte Straßenlaternen, die das Stadtbild schmücken. Überall laden mich kleine Wasserspender dazu ein, meine Trinkflasche mit erfrischendem Trinkwasser aufzufüllen. Es ist heiß in Rom. Ich strahle von innen heraus, genieße jeden Schritt und weiß nicht, wo ich mein Kameraobjektiv als erstes hinrichten soll.

Ich finde mich schließlich vor dem Eingang zum Palatin wieder und steige den Hügel empor, auf dem einst, bereits im achten Jahrhundert vor Christus, die ersten und später dann zu Zeiten des römischen Reichs die prächtigsten Gebäude Roms standen. Was den Überlieferungen nach einst vor luxuriösen und reich geschmückten Palästen nur so erstrahlte, ist heute lediglich noch zu erahnen, doch selbst die Ruinen wirken mit etwas Fantasie majestätisch. Vom Palatin aus eröffnet sich mir ein atemberaubender Blick auf Rom und das Forum Romanum, wo weit vor unserer Zeit das Herz sowie der geschäftliche und politische Nabel des Römischen Reiches lag. Über breite Treppen aus weißem Marmor steige ich vom Palatin hinunter ins Forum Romanum, um die Ruinen uralter Tempel und Versammlungsorte auf mich wirken zu lassen.

Um 17.00Uhr habe ich ein Rendezvous, auf das ich mich schon seit Tagen freue. Bereits von weitem sehe ich das Kolosseum vor mir und umso näher ich komme, umso beeindruckender wirkt das alte Bauwerk auf mich. Einst fanden sich hier bis zu 50.000 Menschen der unterschiedlichsten Gesellschaftsschichten ein, um Kämpfe gegen wilde Tiere aus aller Herren Länder und zwischen den Gladiatoren zu verfolgen. Wie ich das Kolosseum betrete und durch die großen Gänge auf uralten Treppen mit meterhohen Decken aus Travertinstein ins innere der Arena vordringe, kann ich mir vorstellen, wie laut es hier einst vor den Kämpfen war, wenn die Zuschauer zu ihren Rängen drängten. Als ich schließlich am Ende meiner Besichtigungstour den untersten der vier Ring erreiche und auf gleicher Höhe wie einst die Gladiatoren stehe, ergreift mich beim Blick hoch zu den Rängen ein ehrfürchtiges Gefühl. Vor meinem inneren Auge sehe ich tausende von jubelnden Menschen von den Rängen auf mich herabblicken. Zum Glück geht es bei mir jetzt nicht um Leben und Tod. Beeindruckend und erschaudernd zugleich.

Meinen Heimweg nehme ich über das Zentrum von Trastevere…und gönne mir echtes italienisches Eis.

Meine erste Pizza in Rom.
Monumento Nazionale a Vittorio Emanuele II.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Im Inneren der Kirche San Marco.
Auf der Piazza del Campidoglio, dem Kapitolsplatz.
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Auf dem Weg zum Palatin…
Der Palatin…
Der Blick vom Palatin in Richtung Kapitol.
Der Blick vom Palatin ins Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Forum Romanum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Das Kolosseum.
Junge Liebe.
Der Tiber mit dem Petersdom am Horizont.
Mein erstes Eis in Rom.

Von Thailand weiter nach Deutschland, Ein Rückblick

Eine weitere Reise in der Ferne geht zu Ende. Knapp vier Monate war ich unterwegs und durfte in meiner Denkweise und meinen Ansichten, weit entfernt meiner Heimat, weiter reifen. Mein Weg führte mich abermals nach Australien und noch weiter ostwärts, nach Neuseeland. Ein langer Traum wurde war; niemals hatte ich damit gerechnet, einmal bis in dieses Land auf der anderen Seite der Welt vorzudringen. Unbeschreibliche Gewalten und phänomenale Naturwunder erwarteten mich und gaben mir neue Einblicke darüber, wie wundervoll unsere Erde ist. Dreh- und Angelpunkt meiner Reise war immer wieder Thailand und Bangkok. Teils weil sich diese Stadt hervorragend als Sprungbrett anbietet und die westlichen und östlichen Kontinente dank riesiger und technisch hochentwickelter Flughäfen ausgezeichnet miteinander verbindet, teils weil Thailand und die Hauptstadt ganz besondere Orte für mich geworden sind und ich mich jedesmal aufs Neue freue, hier etwas Zeit verbringen zu dürfen. Was mich dieses Mal leider sehr erschüttert hat, sind die unglaublichen Müllmassen, die sich an den Stränden der südlichen Inseln und im Meer um Thailand herum befinden. So viel Plastik, das großteils achtlos weggeworfen wird, ohne dass die Menschen darüber nachdenken, was damit geschieht. Das Problem beginnt bereits früher…bei der Verwendung.

Ich möchte meine letzten Sätze in diesem Reiseblog-Kapitel dazu verwenden, etwas stärker auf dieses Thema einzugehen und würde mich freuen, wenn ich deine zukünftige Denkweise in Bezug auf die Verwendung von Plastik ein wenig sensibilisieren kann…

Wusstest du, dass Singapur seit einigen Monaten die Benutzung von Strohhalmen untersagt? Weltweit haben Länder bereits Gesetze und Regelungen gegen deren Verwendung eingeführt, die EU diskutiert aktuell als geschlossene Gemeinschaft über ein Verbot. Strohhalme, die einmal verwendet werden und anschließend im Müll landen. Wir verwenden teilweise sogar Strohhalme, wenn wir im Restaurant oder in Bars sind, obwohl doch eigentlich nichts dagegen spricht, auf herkömmliche Art aus einem Glas zu trinken. Oder?

Einwegbecher sind ein anderes Übel. Getränke werden uns teilweise in Plastikbechern ausgegeben, obwohl die alternativen Gläser und Tassen hinter der Theke gespült in der Vitrine stehen. Natürlich…vielleicht sind wir auf dem Sprung! Vielleicht wollen wir unser Getränk mit auf den Weg nehmen! …doch ist es nicht viel schöner, sich kurz die Zeit zu nehmen und sich hinzusetzen; den heißen Cappuccino oder den erfrischenden Fruchtshake bewusst zu genießen, anstatt ihn auf dem Weg zu sich zu nehmen, während man mit dem Kopf schon wieder bei völlig anderen Dingen ist?

Die Plastiktüten. Plastiktüten, die nach dem Transport unserer gekauften Waren umweglos im Müll landen…wäre es so viel umständlicher, eine Stofftasche, einen Korb oder einen Rucksack zu verwenden, welche wir bei Nichtverwendung im Kofferraum unseres Autos oder bei unseren Jacken und Schuhen an der Garderobe zuhause “auf Abruf” deponieren? Kleinere Artikel würden doch auch in die Taschen unserer Hosen oder die Handtaschen unserer Freundinnen passen? Oder wir könnten die Plastiktüten zuhause noch als Mülltüte ein zweites Mal verwenden?

…das sind lediglich drei Produkte, die wir nur allzu oft aus Bequemlichkeit verwenden ohne sie wirklich zu benötigen. Weitere Beispiele: Die dünnen reißanfälligen Plastiktüten, in die wir im Supermarkt lediglich einen oder zwei Äpfel einpacken, obwohl wir die meisten Obst- und Gemüsesorten doch auch ohne nochmal zusätzliche Verpackungen transportieren könnten. Die PET-Wasserflasche, die wir zum Sport mitnehmen, obwohl wir uns ebenso gut etwas in eine Trinkflasche abfüllen könnten. In Plastik eingeschweißte Snacks, obwohl wir auch etwas an der Frischetheke kaufen könnten, was im Einzelfall etwas teurer, dafür aber vermutlich auch gesünder sein würde. Die Plastikbecher in Flugzeugen, von denen selbst für das Nachfüllen von Wasser ein neuer Becher verwendet wird, obwohl wir doch auch unseren bereits verwendeten Becher zum Nachfüllen anbieten könnten. Die Utensilien aus Plastik, die wir zum Mischen unserer Getränke mit Milch, Zucker oder ähnlichem benutzen, obwohl meistens auch ein Teelöffel aus Metall auf Nachfrage zur Verfügung liegen würde. Diese blöden Tütchen, die man über den Heckscheibenwischer gezogen bekommt, wenn man durch die Auto-Waschanlage fährt; meist vergisst man doch sogar, diese anschließend wieder zu entfernen, wodurch der Fahrtwind diese früher oder später irgendwo Richtung Straßenrand wirbelt. Heute Mittag habe ich tatsächlich einen westlich aussehenden Mann entdeckt, der frittiertes Fingerfood mit einem Einweg-Plastikhandschuh über seiner rechten Hand gegessen hat! Der Mann saß zwischen den großen Einkaufszentren Siam Discovery und Siam World, welche beide riesige, kostenlose Toilettenräume im Untergeschoss beherbergen, die aus allen erdenklichen Richtungen ausgeschildert sind und wo man sich problemlos die Hände waschen kann. Die Möglichkeiten, etwas Müll einzusparen und so die Umwelt etwas zu entlasten sind grenzenlos…vielleicht möchtest du das ja mal im Hinterkopf behalten?

Ich sitze nun am Bangkoker Suvarnabhumi-Flughafen und freue mich auf zuhause. Deutschland, ich komme!

Chinatown Bangkok.
Der Wat Traimit in Chinatown.
Die weisen Thailänder…oder weise Deutsche?

Thailand, Von Koh Lipe zurück in Richtung Norden

Mein Kopf ist nach links geneigt und mein Blick schweift über die letzten 3 Sitzreihen hinweg in Richtung See. Koh Lipe, das kleine Stück Land, auf dem ich die letzten 1 ½ Wochen verbracht habe, verschwindet langsam am Horizont. Das Schnellboot nimmt Kurs auf Pak Bara…

Zuletzt war Koh Lipe fast schon ein Stück Heimat für mich wenn ich den Hauptweg, die “Walking Street”, zwischen dem Pattaya und dem Sunrise Beach entlang gewandelt bin. Das liebe Ehepaar von Tonkow, zu denen ich meine Wäsche gebracht habe und die mir geholfen haben, als ich Probleme mit meinem Ohr bekam. Mathew vom Cafè Kali, die Mädels von der Corner-Bar. Das Mädel vom Reisebüro Thai Beach Travellers, die große Familie vom Juu Huu-Restaurant. Die lieben Leute vom Bloom Cafè&Hostel, bei denen ich jeden Tag meinen Cappuccino (manchmal auch zwei) genossen habe. Das Team von Forra Diving am Pattaya Beach, allen voran mein Tauchbuddy Oli und die Store Managerin Su, mit der ich unzählige nette Gespräche führte und wo ich stets willkommen war. Und neben unzähligen weiteren Menschen, die in unterschiedlichen Restaurants, Cafès, Massagesalons oder Souvenirläden entlang der Walking Street arbeiten und die mir jedes Mal freundlich lächelnd zunickten, natürlich das Personal vom A+ Hotel, wo ich 10 Tage lang Nacht um Nacht “extendete”. Bei letzterem vor allem die vier lieben Trainees Feem, Fiat, Ploy und Benz, die mir sehr ans Herz gewachsen sind.

Ich war zeitweise etwas unzufrieden auf Koh Lipe, da meine Tage meiner Ansicht nach vor allem aus “Nichts tun” bestanden. Dabei hatte ich meine sehr geschätzten Smalltalks mit meinen Lieblingstrainees, meinen Cappuccino im Bloom Cafè, zu dem ich meine Gedanken in meinem Reisetagebuch ordnete oder meinen Reiseblog aufarbeitete, meine Erkundungstouren über die Insel und meine entspannten Gespräche oder Dives mit den Leuten von Forra Diving. Oli meinte in einem Gespräch: “You don’t doing nothing. You are travelling in asia…and your “doing nothing” sounds like relaxing.”. Produktiv sein…etwas Sinnvolles mit meiner Zeit anfangen…ein Thema, dass immer wieder Besitz von mir ergreift und immer wieder sind es Menschen um mich herum, die mich daran erinnern, dass es ok ist, ab und zu auch einfach mal “Nichts zu tun”. Claudia aus Wales hat mich einige Male daran erinnert und mir so immer wieder mal ein bisschen den Wind aus den Segeln genommen beziehungsweise ein Stück weit die Ruhe in mich zurückkehren lassen…

…thank you for that, welsh girl!

Claudia erwähnte mir gegenüber dabei einmal den Begriff F.O.M.O., “Fear of missing out”. Zu deutsch: Die Angst davor, etwas zu verpassen. Nicht genug zu erleben. Nicht das Beste zu erleben. Ich kenne diesen Zustand aus früheren Jahren auch von mir selbst. Ständig auf Achse. Ständig unterwegs. Ständig von “Event” zu “Event” lebend. Oft habe ich schon geäußert, dass ich mich wohl dabei fühle, älter zu sein. Und das stimmt! Mit zunehmendem Alter hat der Drang nachgelassen, überall dabei sein zu wollen. Überall dabei sein zu müssen. Heute genieße ich es, Zeit mit mir selbst zu verbringen oder meine ganze Zeit einem einzelnen Menschen zu widmen statt auf zehn gleichzeitig konzentriert zu sein und dadurch lediglich Oberflächlichkeiten mitzubekommen. Ich bin ruhiger geworden und genieße mehr den Augenblick.

Beobachte ich die heutige Gesellschaft, so ist der Begriff F.O.M.O. allerdings leider durchaus Ernst zu nehmen. Die Menschheit hetzt regelrecht von Ereignis zu Ereignis, ist ständig in Eile und mit dem Kopf nur allzu selten in der Gegenwart. Durch den technischen Wandel der letzten Jahre hat dieser Zustand noch zugenommen. Das Internet hat unsere Gesellschaft zeit- und ortsunabhängig gemacht und die ständige Erreichbarkeit verstärkt die Tatsache, dass wir rund um die Uhr über Ereignisse unserer Mitmenschen auf dem Laufenden gehalten werden. Wir versuchen all das zu kompensieren, in dem wir selbst ständig über Ereignisse unseres Lebens berichten. Wir wechseln bald wöchentlich unsere Profilbilder auf den gängigen Social Media-Plattformen, markieren uns an teilweise völlig irrelevanten Orten, posten allerlei Ereignisse und sogar Stimmungslagen und erhoffen uns dabei stets die Anteilnahme, oder schlimmer noch, einfach nur die zur Kenntnisnahme unseres Umfeldes. Normale Ereignisse reichen dabei oft nicht mehr aus und wir greifen auf Bilder und Erinnerungen längst vergangener Erlebnisse zurück oder entstellen unsere Bilder und Posts mithilfe von Filtern so sehr, dass sie am Ende kaum noch der Realität entsprechen. Das Resultat: Unzufriedenheit.

Es kann wohl leider nur jeder für sich selbst entscheiden, wie stark er in diesem perversen Hamsterrad mitwirken will. Seine Gewohnheiten und Denkweisen zu ändern ist stets eine Herausforderung und aller Anfang ist schwer. Als Belohnung winkt dafür mehr Gelassenheit und mehr Zufriedenheit. Mehr Ruhe. Ich habe mich durch all meine Reisen verändert, bin nachdenklicher geworden. Ich versuche meine Tage stets sinnvoll zu nutzen und erlaube mir selten unproduktiv zu sein…genieße dann aber dafür auch bewusst, was ich tue.

Jeden Abend kam dieser liebe Straßenhund vor mein Hotel und holte sich seine Streicheleinheiten ab.
Die Mädels von der Corner-Bar.
Ploy vom A+ Hotel.
Bloom Cafè&Hostel…ich liebe diesen Platz.
Bloom Cafè&Hostel…ich liebe diesen Platz.
Tschüss Boot!
Tschüss Pattaya Beach!
Tschüss Sunset am Sunrise Beach!
Tschüss Krustentier!
Tschüss sieben Wochen alte Miezekatze!
Tschüss Koh Lipe!

Thailand, Koh Lipe

Nach einer guten Woche verabschiede ich mich von Bangkok und fliege in Richtung Süden. Ich lande in Trang, wo ich schließlich auch die Nacht verbringe und dadurch Zeit habe, mir die kleine Stadt genauer anzuschauen. Naja, um ehrlich zu sein, muss ich sie mir anschauen!

Als ich auf dem kleinen Flughafen in Trang lande, lasse ich mich an den lokalen Busbahnhof fahren, um mich nach den Busverbindungen zu erkundigen und die kleinen Minivans fahren erst am nächsten Morgen wieder Richtung Küste. Ich buche fix ein Zimmer in einem Guesthouse, dass im Internet gute Bewertungen bekommen hat und schaue leider erst anschließend nach dem Standort der Unterkunft…anderer Stadtrand…ich schultere meinen großen 18 Kilogramm-Backpack, spanne mir meinen kleineren 7 Kilogramm-Rucksack auf die Brust und beginne zu laufen.

12 Stunden später sitze ich in einem Schnellboot in Richtung Koh Lipe, eine der südlichsten Inseln der Westküste und gleichzeitig Thailands. Nach einer guten Stunde erreichen wir die Insel, die uns mit türkisfarbenem Wasser und dem weißen etwa 1 Kilometer langen Pattaya Beach begrüßt.

Heute ist Tag 6 auf der Insel und ich habe mich inzwischen recht gut eingelebt. Ich habe den besten Cappuccino der Insel gefunden, weiß wo ich frischen Ingwertee bekomme und wo die Einheimischen günstig Essen gehen. Ich hab ein professionelles Tauchzentrum ausgekundschaftet, mit dem ich bereits zwei Tage “draußen” war, bin auf den Berg der Nachbarinsel Koh Adang geklettert und habe in den besten Bars der Insel gefeiert.

Mir gefällt es hier gut und jeden Abend stoppe ich auf dem Weg zu meinem Schlafsaal an der Rezeption und verlängere meinen Aufenthalt, mit einem Geldschein wedelnd, bei dem liebevollen Personal des A+ Hotels um “one more night”.

Das Leben ist schön!

…bei Pancake…
…und Cappuccino.
Superleckeres grünes Curry an Plätzen, an denen die Einheimischen essen…
…ab und zu auch mal nicht ganz so einheimisch.
Hauptsache relaxed!
Und selbstverständlich habe ich auch versucht, meine „Aufgaben“ zu lösen. Eine davon: Finde den besten Erdbeer-Milchshake der Welt!
Das Meer.
Koh Lipe.
Ein altes Boot.
…und dann ich beim tauchen.
Fische beim tauchen.
Alle zusammen beim tauchen.
Ich.

Thailand, Bangkok

…und wieder einmal sitze ich in der Hauptstadt Thailands. Ich habe keine wirklichen Pläne und lasse mich treiben.

Ich versuche dieses Mal zunächst ein kleines Guesthouse in der Nähe von Chinatown aus, das sich in italienischer Hand befindet und bin definitiv zufrieden. Das “La Locanda” ist sauber, gemütlich und befindet sich in einer hervorragenden Lage, wenn man zügig in unterschiedliche Stadtteile gelangen möchte.

Leider kann ich meinen Aufenthalt nicht verlängern und pilgere so nach zwei Nächten weiter in Richtung Khao San Road, wo ich spontan an die Türe des günstigen Hotels klopfe, in dem ich vor knapp 3 Jahren meine allerersten Nächte in Thailand verbracht hatte und habe Glück. Ein kleines Einzelzimmer mit Ventilator und Gemeinschaftsbad auf dem Gang ist noch frei. Ich nehm es…und taste mich trotz meiner neuen, sehr westlichen Ausgangslage mit meinen Erkundungstouren weiter Richtung östlicher Stadtteile vor.

Die letzten beiden Nächte ziehe ich dann mal noch in einen für mich völlig neuen Stadtteil von Bangkok. Eine Freundin hat mich eingeladen, in ihrer Wohnung zu schlafen und so wandere ich nach 4 Nächten mit meinen beiden Rucksäcken auf den Schultern mittels Rivertaxi und BTS ins 1 ½ Stunden entfernte Sukhumvit 48 auf der anderen Seite der Stadt weiter.

Bei all meinen bisherige Bangkokbesuchen hatte ich stets das Glück, durch alte oder neue Kontakte mir bis dahin unbekannte Teile der Stadt zu entdecken und jedes Mal wächst mein Hunger an der Stadt des Lebens.

khop kun krap, Bangkok!

Neuseeland, New Plymouth

Die letzten Tage meines Neuseeland-Aufenthalts verbringe ich in New Plymouth. Direkt am Meer gelegen, erstreckt sich die Stadt unweit des Mount Taranaki.

Laut den Legenden der Maori lebte der Vulkan Taranaki einst friedlich mit all den anderen Berggöttern im Zentrum der Nordinsel, bis er sich in Pihanga verliebte, die Tongariro versprochen war. Es kam zum Streit und Taranaki entschloss sich dazu, weiter in den Südwesten zu ziehen. Ob er sich aus Ärger, Scham oder des Friedens Willen dazu entschied, bleibt offen.

Das Gebiet um den Felsgiganten herum bietet unendliche Möglichkeiten für schöne Wanderungen und ich nehme mir selbstverständlich einen ganzen Tag Zeit, um die Gegend zu erkunden. Dass ich auf den 24. November hin nach New Plymouth komme, war aber bereits zu Beginn meiner Reise klar und hat einen anderen Hintergrund: Neuseelands größte Tattoo Convention.

Ich lasse meine Zeit in Neuseeland gemütlich ausklingen und während ich morgen wieder Richtung Auckland zu fahren habe, um mein Auto zurückzugeben, stelle ich fest, dass ich es noch immer nicht vollens realisiert habe, dass ich wirklich in Neuseeland bin.

Der Mount Taranaki.
Rein ins Abenteuer…
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki..
Auf den Wegen rund um den Mount Taranaki.

Neuseeland, Rotorua

Auf Rotorua hab ich mich bereits seit Beginn meiner Reise gefreut. Die “Schwefelstadt” liegt inmitten Neuseelands dynamischster Thermalgegend und ist einer der berühmtesten Orte der Nordinsel. Dampfende Quellen voller kochendem Grundwasser, brodelnde Schlammtümpel, aufbrausende Geysire und Schwefelgas-Schwaden, die durch die Stadt ziehen und überall einen “Duft” nach faulen Eiern verbreiten. Die gesamte Region um Rotorua wird durch vulkanische Aktivitäten geprägt, aber hier im Stadtgarten und um das Städtchen herum wird einem vermutlich besser als sonstwo verdeutlicht, wie enorm die unterirdische Gewalt ist.

Rotoruas Museum ist leider bereits seit dem Frühjahr 2016 aufgrund eines Erdbeben-Schadens geschlossen aber Informationen und Einblicke in die Besonderheiten der Region und die Kultur der Maori bekommt man auch über andere Quellen. Te Puia zum Beispiel liegt am südlichen Stadtrand und umfasst als Thermal-Schutzgebiet über 500 Quellen. Es ist die erste Attraktion, die ich ansteuere und prompt finde ich mich in einer geführten Tour durchs Gelände wieder, die durch eine Maori durchgeführt wird, von der wir acht Teilnehmer vor allem viel Wissenswertes über die Verbundenheit der Maori zu diesem Ort erfahren. Der Kuirau Park ist der Stadtpark von Rotorua, wo ebenfalls eine Vielzahl an unterschiedlich großen Tümpeln zu finden sind, die brodeln und spritzen. Selbst der kleine Bach, der sich durchs Gelände windet führt kochendes Wasser und gelegentlich finden sich Öffnungen im Gestein, aus denen Schwefelgas aufsteigt. Wie heiß muss es hier unter der Erde sein?

Gestern morgen ist mir Claudia, die ich auf meiner Tour nach Hobbiton kennengelernt habe, überraschend bei meinem morgendlichen Cappuccino in einem Cafè wieder über den Weg gelaufen und wir sind zusammen in den Redwoods Forest südwestlich der Stadt gefahren. Herrliche Waldwege führen hier zwischen großen uralten Mammutbäumen und meterhohen Farnen hindurch. Über einen Baumwipfelpfad, der sich zwischen sechs und zwölf Metern Höhe an den Stämmen entlangwindet, haben wir einen schönen Blick von oben und verschaffen uns schließlich einen groben Überblick, bevor wir ein Stockwerk tiefer auf dem Waldboden unsere Runde drehen. Das Wetter ist zwar regnerisch, doch die gigantischen Baumkronen der Waldriesen halten das meiste Wasser von oben ab und wir bleiben trocken.

Und dann gibt es da das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland, dass ich mir heute anschaue. Das Areal liegt etwa 30 Kilometer südlich der Stadt in Richtung Taupo und wartet mit ein paar sehr schönen geothermischen Phänomenen auf…das erklärt schließlich auch, wieso das Maori-Wort “Wai-O-Tapu” übersetzt “Heilige Wasser” bedeutet.

Wer gerne zu Fuß unterwegs ist, Energie aus der Natur schöpft und sich an den kleinen Kunstwerken erfreut, welche Mutter Natur so zauberhaft kreiert, der wird diese Gegend lieben. Sehr beeindruckend!

Te Puia bei Rotorua…hier ist ein normaler Bach zu sehen, dessen Wasser unmittelbar an einer heißen Quelle vorbeifließt. Temperaturunterschied etwa 80°C.

Te Puia bei Rotorua…ein wasserspukender Geysir.

Te Puia bei Rotorua…geothermisches Gebiet.

Te Puia bei Rotorua…geothermisches Gebiet.

Te Puia bei Rotorua…aufgrund von freigesetzten Mineralien und Gasen entstehen intensivste Verfärbungen.

Te Puia bei Rotorua…aufgrund von freigesetzten Mineralien und Gasen entstehen intensivste Verfärbungen.

Te Puia bei Rotorua…hier eine der vielen Quellen.

Te Puia bei Rotorua…hier ein weiterer Geysir.

Am Abend des ersten Tages…

Am Abend des ersten Tages…

Im Kuirau Park…

Im Kuirau Park…

Unterwegs im Redwoods Forest…

…Farn…

…Farn…

…überall Farn.

…und Mammut-Bäume!

Unterwegs im Redwoods Forest…

Unterwegs im Redwoods Forest…

Unterwegs im Redwoods Forest…

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Das Wai-O-Tapu Thermal Wonderland.

Neuseeland, Cape Reinga

Mein Weg hat mich inzwischen bis in den hohen Norden geführt. Die letzten 100 Kilometer ab Kaitaia lege ich auf einem alten Bekannten, dem State Highway 1, zurück, der sich hier oben im Norden kurvenreich zwischen grünen Hügeln und schließlich bergiger Tundra dahinwindet.

Der State Highway 1 ist der längste und somit auch bedeutendste Highway Neuseelands und führt vom Cape Reinga im hohen Norden bis runter auf die Südinsel, nach Bluff, von wo aus die Fähren nach Stewart Island ablegen.

Wie ich am Cape ankomme ist es sehr windig aber klar. Gemütlich laufe ich zunächst raus zum Leuchtturm, von wo aus man auf die beiden Meere sehen kann. Hier am Cape treffen nämlich die Tasmansee und der pazifische Ozean aufeinander, was man anhand der unterschiedlichen Wasserfärbungen ganz schön sehen kann.

Vom nordwestlichsten Punkt der Nordinsel wandere ich etwas mehr Richtung Osten und gelange über den wundervollen Cape Reinga Coastel Walkway entlang der felsigen Klippen schließlich zur menschenleeren Sandy Bay, wo ich mich niederlasse und die Geräusche der Wellen auf mich wirken lasse.

Auf dem Rückweg Richtung Süden nehme ich dann noch einen kleinen Umweg auf mich und fahre einen Teil der Strecke über den Ninety Mile Beach Road, ein Strandabschnitt des Ninety Mile-Strands, der als offizielle Straße ausgewiesen ist. Lässt mich spontan an meine dreitägige Allrad Jeeptour vor zwei Jahren in Australien auf der Fraser Island, der größten Sandinsel der Welt, zurückdenken, auf der ich meinen bisher wohl beeindruckendsten Blick aufs Meer erhascht habe.

Die Klippen am Cape Reinga.

Die Klippen am Cape Reinga.

Das Cape Reinga.

Die Klippen am Cape Reinga.

Der kleine Baum in der Mitte am Hang des linken Felsens trägt den Namen „Te Aroha“ und markiert laut den Maori den Eingang zur Unterwelt, wo die Geister auf durch des Baumes Wurzeln geformten Stufen nach unten steigen…

Die Klippen am Cape Reinga.

Der Pfad zum Sandy Bay.

Der Pfad zum Sandy Bay.

Der Sandy Bay.

Am Sandy Bay…

Am Sandy Bay…

Die Klippen am Cape Reinga.

…und dann zurück Richtung Süden.

Auf dem Ninety Mile Beach Road.

Auf dem Ninety Mile Beach Road.

#Tuning #Beachstyle #NinetyMileBeachRoad-Crew #PAWrapping-Support #IchHabSogarDieNebelscheinwerferAn

Neuseeland, Paihia

Paihia ist ein nicht all zu großes Städtchen im Nordosten der Nordinsel und liegt unmittelbar an der Bay of Islands. Was die historische Lage angeht, so befindet sich Paihia nur wenige hundert Meter südlich von Waitangi entfernt, wo die Mehrheit der neuseeländischen Maori-Stämme und die Bevollmächtigten des britischen Empires im Jahr 1840 die erste Verfassung Neuseelands unterzeichneten.

Das Stadtzentrum besteht vor allem aus Souvenirläden und kleinen Cafès…und ich lasse mich von der Gemütlichkeit der Einheimischen und Tagestouristen anstecken.

Öffentliche Toilette von „Hundertwasser“.

Öffentliche Toilette von „Hundertwasser“.

Auf dem Weg durchs Hinterland…

In einer kleinen Kirche in Paihia.

In einer kleinen Kirche in Paihia.

In einer kleinen Kirche in Paihia.

Dort wurde einst die erste Verfassung Neuseelands unterzeichnet.

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Und dann nehme ich meine Kamera in die Hand…

Der Blick vom Dörfchen Russell aus…

take a rest…

Die Aussicht vom St. Paul Rocks in Whangaroa.

Die Aussicht vom St. Paul Rocks in Whangaroa.