Thailand, Koh Lipe

Nach einer guten Woche verabschiede ich mich von Bangkok und fliege in Richtung Süden. Ich lande in Trang, wo ich schließlich auch die Nacht verbringe und dadurch Zeit habe, mir die kleine Stadt genauer anzuschauen. Naja, um ehrlich zu sein, muss ich sie mir anschauen!

Als ich auf dem kleinen Flughafen in Trang lande, lasse ich mich an den lokalen Busbahnhof fahren, um mich nach den Busverbindungen zu erkundigen und die kleinen Minivans fahren erst am nächsten Morgen wieder Richtung Küste. Ich buche fix ein Zimmer in einem Guesthouse, dass im Internet gute Bewertungen bekommen hat und schaue leider erst anschließend nach dem Standort der Unterkunft…anderer Stadtrand…ich schultere meinen großen 18 Kilogramm-Backpack, spanne mir meinen kleineren 7 Kilogramm-Rucksack auf die Brust und beginne zu laufen.

12 Stunden später sitze ich in einem Schnellboot in Richtung Koh Lipe, eine der südlichsten Inseln der Westküste und gleichzeitig Thailands. Nach einer guten Stunde erreichen wir die Insel, die uns mit türkisfarbenem Wasser und dem weißen etwa 1 Kilometer langen Pattaya Beach begrüßt.

Heute ist Tag 6 auf der Insel und ich habe mich inzwischen recht gut eingelebt. Ich habe den besten Cappuccino der Insel gefunden, weiß wo ich frischen Ingwertee bekomme und wo die Einheimischen günstig Essen gehen. Ich hab ein professionelles Tauchzentrum ausgekundschaftet, mit dem ich bereits zwei Tage “draußen” war, bin auf den Berg der Nachbarinsel Koh Adang geklettert und habe in den besten Bars der Insel gefeiert.

Mir gefällt es hier gut und jeden Abend stoppe ich auf dem Weg zu meinem Schlafsaal an der Rezeption und verlängere meinen Aufenthalt, mit einem Geldschein wedelnd, bei dem liebevollen Personal des A+ Hotels um “one more night”.

Das Leben ist schön!

…bei Pancake…
…und Cappuccino.
Superleckeres grünes Curry an Plätzen, an denen die Einheimischen essen…
…ab und zu auch mal nicht ganz so einheimisch.
Hauptsache relaxed!
Und selbstverständlich habe ich auch versucht, meine „Aufgaben“ zu lösen. Eine davon: Finde den besten Erdbeer-Milchshake der Welt!
Das Meer.
Koh Lipe.
Ein altes Boot.
…und dann ich beim tauchen.
Fische beim tauchen.
Alle zusammen beim tauchen.
Ich.

Neuseeland, Kaikoura

Kaikoura liegt etwa 180 Kilometer nördlich von Christchurch an der Ostküste Neuseelands und ist vor allem für zwei Dinge bekannt: Für seine Vielfalt an Meeresbewohnern und für Touren, um die Geschöpfe vom Wasser aus zu sichten. Ich bin gestern Abend in Kaikoura angekommen und hatte bereits im Vorhinein geplant, eine Tour mitzumachen. Was die Buchung angeht, so hab ich diese gestern Abend auch noch getätigt. Was die Tour angeht, so wollte ich Wale sehen…hab ich aber in Sydney vor fünf Wochen eigentlich auch schon…und hab mich spontan umentschieden…

Mein Wecker klingelt um 07.15Uhr, doch ich bin schon wach. Zu aufgeregt, was mich heute Vormittag erwartet, bin ich die Nacht über mehrmals aufgewacht. Um 8.00Uhr fahre ich schließlich vom Campingplatz, durchquere das kleine Örtchen Kaikoura und biege 10 Minuten später auf den Parkplatz des “Encounter…Kaikoura”-Centers ein, wo ich meinen Wagen abstelle. Rein ins Gebäude, bei der Anmeldung kurz die eigene körperliche Fitness und das Nichtvorhandensein von irgendwelchen physischen Einschränkungen bestätigen, befinde ich mich wenig später in einer Ausrüstungskammer und werde vom Ankleidepersonal abschätzend gemustert. Mit dem auf meine Körpergröße abgestimmten Equipment geht es weiter in einen Umkleideraum, wo ich auf andere männliche Tour-Teilnehmer treffe und wechsle meine Kleidung. Einen Longsuit-Glathautneoprenanzug in der Dicke von 5 Millimetern, eine zusätzliche Neoprenjacke, Neoprenschuhe sowie eine Neoprenhaube für den Kopf in jeweils ebenfalls 5 Millimeter Materialdicke; das Meerwasser hier scheint wirklich kalt zu sein. Mit Taucherbrille, Schnorchel und Schwimmflossen marschieren wir gemeinsam weiter in einen TV-Raum, wo uns mittels Videobotschaft mehr über den Ablauf unserer heutigen Tour sowie entsprechende Verhaltensrichtlinien und Tipps an die Hand gegeben werden. Anschließend geht es durch einen Ausgang auf der Rückseite des Gebäudes zu einem Bus, der uns zu unserem Boot im Hafen fährt und geschätzt 20 Minuten später passieren wir die Hafeneinfahrt in Richtung offener See.

Wir sind 12 Personen auf meinem Schiff plus zwei Mädels vom Veranstalterteam und dem Kapitän. Es ist kein kalter Morgen und wahrscheinlich gerade deswegen liegt die Küste vor Kaikoura in dichtem Nebel. Ich sehe gefühlt keine 50 Meter weit und kann nur hoffen, dass das Wetter noch weiter aufklart. Der Seegang ist immerhin ruhig heute morgen und es weht kaum ein Wind…bis auf die Sicht über Wasser eigentlich optimale Bedingungen. Nach etwa 30 Minuten hat der Kapitän gefunden, wonach er gesucht hat und unser Boot wird langsamer. Die beiden vom Veranstalterteam treiben uns an, uns aus der warmen Kabine im Inneren nach draußen in den hinteren Bereich des kleinen Schiffes zu begeben, unsere Neoprenhauben überzuziehen, die Schwimmflossen anzulegen…für die Taucherbrillen bekommen wir noch einen Spritzer Spülmittel aufs Glas, den wir mit den Fingern verreiben und was gegen das Beschlagen des Sichtfensters helfen soll. Das Boot ist zwischenzeitlich zum Stillstand gekommen, wir ziehen die Taucherbrillen übers Gesicht, führen die Schnorchel in den Mund und nehmen auf der Badeplattform hinten am Heck Platz, die über vier Stufen zum Wasser hin abflacht, um auf das Startsignal zu warten. Dann ertönt die Sirene…

Einer nach dem anderen von uns gleitet ins Wasser und wie ich ins Wasser eintauche, fühle ich, wie das kalte Meerwasser meinen Neoprenanzug flutet. Augenblicklich schmecke ich das Salzwasser in meinem Mund, rieche ich das Salzwasser in meiner Nase. 12,5°C Wassertemperatur. Ein Blick zurück zur Crew an Bord und ich sehe die Arme, die in Richtung rechts zeigen. Also rechts. Ich lehne mich in die nächste Woge, tauche mein Gesicht unter Wasser, falte meine Hände vor meine Brust und meine Beine beginnen sich auf und ab zu bewegen. Durch die Schwimmflossen an meinen Füßen werde ich zügig schneller. Ich schaue kurz nach oben und kann eine Rückenflosse erkennen, die aus dem Wasser ragt. Noch etwa 10 Meter…ich beschleunige meine Beinbewegungen ein wenig und mein Blick sucht den Bereich unter Wasser vor und neben mir ab. Dann schnellt der Erste an mir vorbei. Seine Größe schätze ich auf etwas über 1,5 Meter. Der Zweite. Eine glatte Haut in den Farbtönen blau, grau und weiß, die mich spontan an eine dicke, feste Gummibeschichtung erinnert. Der Dritte. Seine kleinen Augen betrachten mich interessiert und seine Gesichtszüge wirken tatsächlich verschmitzt grinsend. Dann sind sie im Blau des Wassers vor mir wieder verschwunden. Delfine. Oder genauer benannt: Schwarzdelfine.

Ich erinnere mich an das Video im Center und daran, dass die Meeresbewohner bespaßt werden wollen. Man muss sich anstrengen und etwas dafür tun, dass sie sich für dich interessieren. Ich fange an zu summen. Hoch und laut. Die Melodie des Kinder-Schlafliedes “LaLeLu”. Und zwischendurch kichere ich noch höher und lauter, um noch stärker auf mich aufmerksam zu machen, da sich die anderen Teilnehmer zwischenzeitlich auch an das Video erinnert haben. Die beiden Mädels an Bord haben vermutlich einiges zu lachen bei 12 mit Armen und Beinen rudernden, laut summenden und brummenden Freaks im Wasser. Und den Delfinen gefällt es offenbar auch. Ein ums andere Mal schwimmen verschiedene der Tiere links, rechts oder direkt vor mir an mir vorbei. Zwei, drei Mal befinde ich mich mitten im Schwarm und sehe 6, 7, 8 Tiere auf einmal. Ich hebe den Kopf über Wasser und sehe 3, 4, 5 Rückenflossen unmittelbar um mich herum. Gleich wie ich tauchen auch sie immer wieder auf und holen Luft an der Oberfläche, bevor sie wieder untertauchen. Ich habe das Gefühl, dass ihnen die langgezogenen, monotonen Töne besonders gut gefallen. Sie brausen an mir vorbei, ziehen eine große Schleife vor mir und kommen zurück, um dicht an meinem Gesicht vorbeizuschießen. Einige Male schwimmen sie im Kreis um mich herum, woraufhin ich einsteige und mich ebenfalls versuche, um mich selbst zu drehen, was sie wiederum offensichtlich als Herausforderung wahrnehmen und schneller und schneller werden. Ihre Ausdauer ist besser.

Als die Tiere schließlich weiterziehen, was der Kapitän von seiner Position auf dem Boot sehr gut ausmachen kann, holt er uns durch ein erneutes Aufheulen der Sirene an Bord zurück und fährt ein Stück weiter die Küste hoch. Obwohl der Nebel sich zwischenzeitlich gelichtet hat und die Sonne rausgekommen ist, ist es durch die nassen Neoprenanzüge jetzt kälter auf dem Boot und als die Crew uns anweist, uns erneut fertig zu machen, ist die Freude groß. Ein jeder von uns hat in den letzten Minuten diesen ersten Kontakt reflektiert und jetzt neue Ideen, was er an seinem Verhalten im Wasser noch verbessern kann. Die Sirene ertönt.

Der Ablauf wiederholt sich schließlich auch noch ein drittes Mal und jedes Mal haben wir unglaubliches Glück bezüglich der Anzahl, der Aktivität und dem Interesse der Meeresbewohner an uns.

Als wir schließlich den Heimweg antreten und sich unser Boot Richtung Kaikoura zurückbewegt, haben wir noch die Möglichkeit, Fotos zu schießen und die Delfine haben zu unserem Glück noch nicht genug von uns. Sie schwimmen ums Boot herum, tollen im Wasser umher und versuchen, mit uns mitzuhalten. Der Kapitän beschleunigt unser kleines Schiff, doch die Delfine lassen sich nicht abschütteln. Ich stehe vorne am Bug und halte mich an der Reling fest, während mit der kalte Fahrtwind ins Gesicht peitscht. Im Wasser unter mir schwimmen die großen Fische mit uns um die Wette. Immer wieder ziehen sie unter dem Bug hervor oder an der Seite vorbei und springen übermütig aus dem Wasser. Man kann deutlich erkennen, dass diese Tiere einen Heidenspaß dabei haben. Weitere unbeschreibliche Minuten, in denen mir zu allem Überfluss dann auch noch ein paar sensationelle Foto gelingen.

Im Video am Morgen und auch im Bus auf dem Weg zum Hafen wurde uns mehrmals bewusst gemacht, dass es sich um freilebende Lebewesen handelt, die nicht dressiert sind und um deren Gunst wir uns bemühen müssen. Es könne durchaus sein, dass nur einzelne bis gar keine Tiere gesichtet werden oder die Delfine sich bedrängt fühlen und das Weite suchen. Das absolute Gegenteil ist bei uns der Fall, wodurch ich doppelt von einem einmaligen Erlebnis sprechen kann.

Der wirklich einzige Punkt, den ich bei diesem Erlebnis ankreiden könnte, ist, dass diese wunderbaren Geschöpfe sehr flink unterwegs sind und zu keiner Zeit stillstehen, wodurch es unmöglich ist, sie aus der Nähe genauer und in Ruhe zu betrachten. Aber das liegt wohl in der Natur wild- und freilebender Delfine.

Einmal in meinem Leben im offenen Ozean mit freien Delfinen schwimmen: Check!

Kurz vor Kaikoura…

Kurz vor Kaikoura…eine Robbenkolonie.

…und dann schließlich in Kaikoura.

See ya, Kaikoura!

Neuseeland, Die Westküste

Der Süden der Südinsel von Neuseeland ist atemberaubend und ich bin länger dort geblieben als ursprünglich gedacht. In 7 Tagen muss ich wieder in Christchurch sein und meinen Mietwagen abgeben. Nun heißt es Strecke machen…auf in den Norden.

Die Landschaft ist durchzogen von Seen…

…die teilweise regelrecht gespenstisch wirken.

Irgendwo entlang der Westküste…

…und wiedereinmal ist der Weg das Ziel.

Der Lake Matheson.

Ein neuseeländischer Vogel.

Der Franz Josef-Gletscher.

Die Pancake Rocks nahe Punakaiki.

Der gruselige Weg zur Straße zurück.

Die Westküste von ihrer wilden Seite…

…und von ihrer ruhigen.

Indien, Mahabalipuram

Auf dem Weg von Auroville nach Neu Delhi lege ich einen kurzen Zwischenstopp in Mahabalipuram ein. Ein kleines Dörfchen an der Ostküste Indiens, dass unter Steinmetzen, so wurde mir erzählt, auf der ganzen Welt bekannt ist. Tatsächlich reihen sich hier straßenweise Steinmetzbuden aneinander und jede von ihnen wartet mit wunderschönen Künsten auf. Der Grund für meinen Besuch ist der Rat von Einheimischen, die mir erzählten, dass auch die Landschaft um Mahabalipuram die Geschichte der Steinmetzkunst an diesem Ort erahnen lässt…

Direkt an der Küste gelegen… Mahabalipuram und die Kühe.

Steinmetzkunst in und um Mahabalipuram…

Steinmetzkunst in und um Mahabalipuram…

Steinmetzkunst in und um Mahabalipuram…

Steinmetzkunst in und um Mahabalipuram…

Steinmetzkunst in und um Mahabalipuram…

Sri Lanka, Hikkaduwa

Hikkaduwa. Was soll ich schreiben…

Als ich am dritten März zurück nach Colombo, nach Mount Lavinia, zu Sheron ins Island Hostel gefahren bin, war mein Plan, weiter in den Süden zu fahren und die verschiedenen Strände abzuklappern…gekommen bin ich bis ins 115 Kilometer weiter südlich gelegene Hikkaduwa. Mit meinen Erlebnissen die ich in diesem chaotischen und doch gemütlichen Dörfchen hatte und mit den Geschichten, die hier begannen, könnte ich wohl ein Buch schreiben:

In Bentota traf ich mich mit einem alten Bekannten wieder, den ich im Frühjahr 2016 auf Koh Tao in Thailand kennenlernen durfte. Wir hatten vielleicht zwei Stunden miteinander und doch war es herzlich und vertraut, als hätten wir uns erst letzte Woche gesehen. Ich hoffe auf ein drittes Mal, Steffen!

In Galle war ich für einen Tag, das Fort besichtigen. Zuvor wollte ich noch schnell einen Kaffee trinken und fand nach 30 minütiger Suche endlich ein Cafè, dass koffeinhaltige Getränke verkaufte und zusätzlich wifi im Angebot hatte. Eine abenteuerliche Stadt.

Merissa. Hier ging ich im Auftrag meiner Tante auf Ahnenforschung und fand Dhammika im Mirissa Beach Inn. Kerstin hatte hier Ende der Neunziger für ein paar Tage gewohnt und Dhammika, der sich an meine Tante und eine wunderbare Woche zurückerinnert, lud mich direkt zu einer Tasse Tee ein und erzählte mir, wie es ihm seither ergangen war.

Und dann natürlich Hikkaduwa selbst:

Das heimelige Kind&Love-Guesthouse, bei dem ich für zwei Nächte eincheckte und dann nach und nach auf insgesamt sechs Nächte verlängerte.

Mein Tag im Wasser, an dem ich mir zusammen mit der Poseidon Diving Station zwei Schiffswracks aus dem 18. Jahrhundert in grob 15 Meter Tiefe anschaute.

Mein Nachmittag im Tsunami-Museum, der mich so traurig stimmte und mich bewusst werden ließ, was hier im pazifischen Ozean damals vor 14 Jahren, am Vormittag des 26. Dezember 2004, eigentlich geschah. Eine der größten Naturkatastrophen aller Zeiten. 40.000 tote Menschen alleine auf Sri Lanka.

Mein Besuch im Turtle Hatchery & Rescue Center, der mich dagegen so fröhlich stimmte, nachdem wir abends die am Vortag geschlüpften Schildkröten zusammen mit den Angestellten ins Meer entließen. Ein unbeschreiblicher Anblick voller Hoffnung und Freude, wenn die Kleinen vom Strand in Richtung Wasser watscheln und dann von den Wellen davongetragen werden.

Das wunderbare Plätzchen mit dem wundervollen Blick aufs Meer und der super leckere Cappuccino dazu im HashtagKai.

Das unglaubliche Essen in den günstigen, einheimischen Restaurants rechts der P&S Bakery und die unfassbar netten Leute auf dem Markt, am Bahnhof, am Strand und in den Straßen.

Ishara und Gayasthri, die ich in der P&S Bakery angesprochen habe und die mir, als ich zum Tisch der beiden gewechselt war, ganz nebenbei anvertrauten, dass die Ältere der beiden Schwestern in den vergangenen beiden Jahren unter anderem zur Miss SriLanka und Miss Planet gekürt wurde. Die Einladung zum Wiedersehen nahm ich gerne an und wir hatten im Beautysalon der beiden unglaublich witzige Momente miteinander (Wie war das nochmal mit unseren zu hohen Ansprüchen, LU?).

Patty, der unweit meines Guesthouses durch eine kleine Luke in seiner Hauswand Wasserflaschen verkaufte. Am zweiten Tag getroffen, war ich anschließend jeden Tag zumindest auf ein kleines Schwätzchen und eine Kokosnuss bei ihm und hatte nach dem dritten Tag meinen eigenen Sitzplatz auf der anderen Seite der Luke, wo mir Patty allerlei Tipps und Tricks für meine Tagesausflüge an die Hand gab und spannende Informationen über die Gegend um Hikkaduwa und das Leben auf Sri Lanka mit mir teilte.

Und dann natürlich ab dem vierten Tag Jenny und Jusi, zwei Freunde aus meiner Heimatstadt, die mir auf der Straße prompt entgegenkamen, nachdem ich die Hoffnung auf ein Treffen bereits aufgegeben hatte. Unsere ursprüngliche Kommunikation wurde unterbrochen, als die Regierung von Sri Lanka aufgrund von Unruhen um Kandy Anfang März den Ausnahmezustand ausgerufen und die Social Media-Plattformen und Messaging-Dienste gesperrt hatte. Jenny und Jusi nach Australien im Sommer wiederzusehen und mit ihnen ein paar Tage verbringen zu können, war definitiv eines der Highlights. Auf bald, ihr Beiden!

Auf bald, Hikkaduwa!

Im Tsunami-Museum gab es eine Wand mit Bildern, die von Kindern gemalt wurden…

Viel Glück da draußen…

…und los!

Es war einmal…

Hashtag Kai, Hikkaduwa

Hashtag Kai, Hikkaduwa

Auf dem Markt in Hikkaduwa.

Auf dem Markt in Hikkaduwa.

Heiß war es in Hikkaduwa…

Patty…

…und Patty’s Kumpel, den er jeden Morgen mit Hühnerfleisch füttert.

…how good was yesterday… mit Jenny und Jusi.

Sri Lanka, Galle

Das Beeindruckendste in Galle ist sicher das Fort, dass mehrere Jahrhunderte lang die Bucht und den Hafen von Galle bewachte und sich auch heute noch erfolgreich gegen den Verfall durch Wind und Wetter wehrt. 1588 von den Portugiesen erbaut, 1649 von den Niederländern erobert und ausgebaut, 1796 dann von den Briten übernommen, fiel es erst 1948 in srilankische Hand, als Sri Lanka für unabhängig erklärt wurde und die Briten wieder nach hause segelten. Direkt an der Küste gelegen, sieht man auf den mächtigen Mauern aus Stein stehend, hinaus in die Weiten des indischen Ozeans. Heute schlagen die Wellen nur sanft gegen den Felsen unter mir, vom Meer her weht eine leichte Brise und es duftet nach Salz und frischem Fisch.

Malaysia, Penang, Monkey Beach

Altr kommt aus der Türkei und beklagt sich darüber, dass jeder Kebap für ein türkisches Gericht hält, obwohl es ursprünglich eigentlich irgendwo aus dem libanesischen Raum komm. Egal…bevor wir uns zum Monkey Beach aufmachen, suchen wir in Georgtown’s indischem Viertel nach Bananen, die ursprünglich eigentlich auch irgendwo anders herkommen.

Der Monkey Beach liegt etwas abseits im Nordwesten der malaysischen Insel Penang und für meinen letzten Tag auf Penang haben Alpr und ich uns vorgenommen, gemeinsam ein Abenteuer zu erleben. Mit dem Linienbus 101 kommen wir bis an den Eingang des Penang National Park, wo wir uns mit unserem Vorhaben in eine Liste eintragen; damit die Parkwache weiß, wer sich in etwa wo in dem unerschlossenen Gebiet aufhält.

Bei über 30°C und deutlich höherer Luftfeuchtigkeit als in irgendeinem anderen asiatischen Land, dass ich in den letzten Wochen besucht habe, mache ich mich mit Alpr zusammen Richtung Monkey Beach auf. Die Entfernung zu unserem Ziel beträgt rund 3 Kilometer, was die meisten Touristen heutzutage vermutlich entspannt mit den Booten zurücklegen, die man am Eingang zum Nationalpark chartern kann. So ein Weg am Wasser entlang gerät da recht schnell in Vergessenheit…

Der alte, großteils verfallene und bereits von der Natur zurückeroberte Pfad windet sich Meter um Meter an den felsigen Klippen entlang weiter Richtung Westen. Bereits nach Minuten sind Alpr und ich nass geschwitzt doch folgen wir dem teils schwer zu erkennenden Pfad abenteuerlustig weiter durchs Unterholz. An den besonders gefährlichen Stellen wurden in der Vergangenheit kleine Brücken und Treppen verbaut, die jedoch bereits ziemlich marode sind und wodurch ich achtsam und nur sehr langsam einen Fuß vor den anderen setze. Woher der Strand seinen Namen hat, bleibt kein Geheimnis; auf unserem Weg hören wir sie schon immer wieder ganz in der Nähe unseres Weges und als wir nach knapp zwei Stunden endlich unser Ziel erreichen, sehen wir sie dann auch in Strandnähe umhertollen und nach Futter sowie Spielzeug Ausschau halten: Affen. Clevere, kleine Biester, die dir, wenn du nicht aufpasst, alles klauen, was nicht niet- und nagelfest ist. Und wehe, du schimpfst sie…dann werden sie zickig und veräppeln dich, in dem sie Augen und Mund weit aufreißen.

Der Monkey Beach liegt direkt vor uns und das Meerwasser glitzert im Sonnenschein, während die Wellen sanft über den Sandstrand streichen. Es sind weit weniger Badegäste da als erwartet, was uns natürlich entgegenkommt. Alpr und ich ziehen unsere Schuhe aus und laufen Barfuß den Strand entlang, stolz auf den gemeisterten Weg, der hinter uns liegt. Während uns das kalte Salzwasser an den Füßen kitzelt und eine leichte Meeresbrise für Erfrischung sorgt, schauen wir uns nach einem geeigneten Plätzchen um, an dem wir unsere Energiereserven wieder auffüllen können, bevor wir die Strecke nach einem erfrischenden Bad im Meer zurückgehen wollen. Wir haben Hunger…