Sri Lanka, Hikkaduwa

Hikkaduwa. Was soll ich schreiben…

Als ich am dritten März zurück nach Colombo, nach Mount Lavinia, zu Sheron ins Island Hostel gefahren bin, war mein Plan, weiter in den Süden zu fahren und die verschiedenen Strände abzuklappern…gekommen bin ich bis ins 115 Kilometer weiter südlich gelegene Hikkaduwa. Mit meinen Erlebnissen die ich in diesem chaotischen und doch gemütlichen Dörfchen hatte und mit den Geschichten, die hier begannen, könnte ich wohl ein Buch schreiben:

In Bentota traf ich mich mit einem alten Bekannten wieder, den ich im Frühjahr 2016 auf Koh Tao in Thailand kennenlernen durfte. Wir hatten vielleicht zwei Stunden miteinander und doch war es herzlich und vertraut, als hätten wir uns erst letzte Woche gesehen. Ich hoffe auf ein drittes Mal, Steffen!

In Galle war ich für einen Tag, das Fort besichtigen. Zuvor wollte ich noch schnell einen Kaffee trinken und fand nach 30 minütiger Suche endlich ein Cafè, dass koffeinhaltige Getränke verkaufte und zusätzlich wifi im Angebot hatte. Eine abenteuerliche Stadt.

Merissa. Hier ging ich im Auftrag meiner Tante auf Ahnenforschung und fand Dhammika im Mirissa Beach Inn. Kerstin hatte hier Ende der Neunziger für ein paar Tage gewohnt und Dhammika, der sich an meine Tante und eine wunderbare Woche zurückerinnert, lud mich direkt zu einer Tasse Tee ein und erzählte mir, wie es ihm seither ergangen war.

Und dann natürlich Hikkaduwa selbst:

Das heimelige Kind&Love-Guesthouse, bei dem ich für zwei Nächte eincheckte und dann nach und nach auf insgesamt sechs Nächte verlängerte.

Mein Tag im Wasser, an dem ich mir zusammen mit der Poseidon Diving Station zwei Schiffswracks aus dem 18. Jahrhundert in grob 15 Meter Tiefe anschaute.

Mein Nachmittag im Tsunami-Museum, der mich so traurig stimmte und mich bewusst werden ließ, was hier im pazifischen Ozean damals vor 14 Jahren, am Vormittag des 26. Dezember 2004, eigentlich geschah. Eine der größten Naturkatastrophen aller Zeiten. 40.000 tote Menschen alleine auf Sri Lanka.

Mein Besuch im Turtle Hatchery & Rescue Center, der mich dagegen so fröhlich stimmte, nachdem wir abends die am Vortag geschlüpften Schildkröten zusammen mit den Angestellten ins Meer entließen. Ein unbeschreiblicher Anblick voller Hoffnung und Freude, wenn die Kleinen vom Strand in Richtung Wasser watscheln und dann von den Wellen davongetragen werden.

Das wunderbare Plätzchen mit dem wundervollen Blick aufs Meer und der super leckere Cappuccino dazu im HashtagKai.

Das unglaubliche Essen in den günstigen, einheimischen Restaurants rechts der P&S Bakery und die unfassbar netten Leute auf dem Markt, am Bahnhof, am Strand und in den Straßen.

Ishara und Gayasthri, die ich in der P&S Bakery angesprochen habe und die mir, als ich zum Tisch der beiden gewechselt war, ganz nebenbei anvertrauten, dass die Ältere der beiden Schwestern in den vergangenen beiden Jahren unter anderem zur Miss SriLanka und Miss Planet gekürt wurde. Die Einladung zum Wiedersehen nahm ich gerne an und wir hatten im Beautysalon der beiden unglaublich witzige Momente miteinander (Wie war das nochmal mit unseren zu hohen Ansprüchen, LU?).

Patty, der unweit meines Guesthouses durch eine kleine Luke in seiner Hauswand Wasserflaschen verkaufte. Am zweiten Tag getroffen, war ich anschließend jeden Tag zumindest auf ein kleines Schwätzchen und eine Kokosnuss bei ihm und hatte nach dem dritten Tag meinen eigenen Sitzplatz auf der anderen Seite der Luke, wo mir Patty allerlei Tipps und Tricks für meine Tagesausflüge an die Hand gab und spannende Informationen über die Gegend um Hikkaduwa und das Leben auf Sri Lanka mit mir teilte.

Und dann natürlich ab dem vierten Tag Jenny und Jusi, zwei Freunde aus meiner Heimatstadt, die mir auf der Straße prompt entgegenkamen, nachdem ich die Hoffnung auf ein Treffen bereits aufgegeben hatte. Unsere ursprüngliche Kommunikation wurde unterbrochen, als die Regierung von Sri Lanka aufgrund von Unruhen um Kandy Anfang März den Ausnahmezustand ausgerufen und die Social Media-Plattformen und Messaging-Dienste gesperrt hatte. Jenny und Jusi nach Australien im Sommer wiederzusehen und mit ihnen ein paar Tage verbringen zu können, war definitiv eines der Highlights. Auf bald, ihr Beiden!

Auf bald, Hikkaduwa!

Im Tsunami-Museum gab es eine Wand mit Bildern, die von Kindern gemalt wurden…
Viel Glück da draußen…
…und los!
Es war einmal…
Hashtag Kai, Hikkaduwa
Hashtag Kai, Hikkaduwa
Auf dem Markt in Hikkaduwa.
Auf dem Markt in Hikkaduwa.
Heiß war es in Hikkaduwa…
Patty…
…und Patty’s Kumpel, den er jeden Morgen mit Hühnerfleisch füttert.
…how good was yesterday… mit Jenny und Jusi.