Auckland verwende ich vor allem dafür, um mal wieder runter zu kommen und meine Gedanken neu zu ordnen beziehungsweise die kommenden Wochen auf der Nordinsel grob zu planen.
Meine Tage bestehen selbstverständlich aus meinen typischen Sightseeing-Spaziergängen durch die Stadt sowie dem ein oder anderen kulturellen Gebäude- und Museumsbesuch. Doch ich widme mich auch meiner gemütlichen Seite…Cappuccino in gemütlichen Cafès, ein freundlicher Plausch mit den Einheimischen auf Englisch, gemütliches Schlendern durch die Läden der größten Stadt Neuseelands, vor orientalischen Restaurants eine Shisha blubbern und dazu heißen Apfeltee genießen.
Das Leben ist schön…
Der Sky Tower ist mit 328 Metern der höchste Fernsehturm der südlichen Hemisphäre.Der Albert Park unweit des Stadtzentrums mit seinen hübschen Skulpturen und Parkbänkchen überall.Auckland ist errichtet auf einem Feld aus Vulkanen. Die Vulkane ragen in der ganzen Region empor und sind auch mitten in der Stadt als große grasbewachsene Hügel sichtbar.…auf denen vereinzelt auch Schafe grasen…mitten in der größten Stadt des Landes. Wirklich? Jup, ähähähächt!Einer der Vulkane ist der „one tree hill“, dem die irische Rockband U2 1987 einen Song gewidmet hat.Das Stadtzentrum von dem Vulkankegel „Mount Eden“ aus.In diesem Land findet man wirklich überall Zeichen, dass Mittelerde existiert…Für eine günstige aber gute Shisha empfehle ich das „little turkish cafe“ im Karangahape Road.
25 Tage. 4.311 gefahrene Kilometer. 656,- Euro für ein Fahrzeug. 579,- Euro für Benzin. 30,45 Euro für Cappuccino. Ich bin seit vier Tagen zurück in Christchurch und ziehe ein Resümee.
Mein Trip über die Südinsel Neuseelands war ein unglaubliches Erlebnis. So viele schöne und beeindruckende Orte. So viele Facetten unserer wunderbaren Natur. So viele einmalige Begegnungen mit freilebenden Tieren.
Nun geht es weiter nach Norden. Entlang der Ostküste, mit der Fähre von der Südinsel auf die Nordinsel, heißt mein nächstes Ziel Wellington.
Die meisten Menschen, die ich getroffen habe, schwärmen von der Region Abel Tasman und ich kann es verstehen. Es ist hier deutlich wärmer als im Süden der Insel und die Natur ist anders als im restlichen Land. Anders schön.
Ich habe gelesen, dass viele der Filmszenen aus den Hollywood-Trilogien “Der Herr der Ringe” und “Der Hobbit” hier gedreht wurden und abseits der sehr ausgeprägten Küstenstreifen ertappe ich mich tatsächlich immer wieder dabei, wie ich “die Gefährten durchs Land vor mir ziehen sehe”.
Die Aussicht vom Takaka Hill aus.Die Aussicht vom Takaka Hill aus.Auf dem Takaka Hill Walkway…Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks.Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks.Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks.Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks in Richtung Harwoods Hole……Neuseelands tiefstem Höhlenschacht……mitten im Nirgendwo gelegen und zwar ausgeschildert aber in keiner Form abgesichert. 50 Meter breit und 183 Meter tief…und leider per Photo nicht einzufangen.Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks.Tief im Herzen des Abel Tasman Nationalparks.Auf dem Farewell Spit ganz oben im Nordosten der Südinsel.Auf dem Farewell Spit ganz oben im Nordosten der Südinsel.Der Wharariki Beach.Der Wharariki Beach.Unweit des Wharariki Beach.Ich liebe diese Landschaftsform und kann mich nicht daran sattsehen!Ein Schaf…Ein Pfau…Ein Kirchenfenster in der Christ Church Cathedral zu Nelson.
Der Süden der Südinsel von Neuseeland ist atemberaubend und ich bin länger dort geblieben als ursprünglich gedacht. In 7 Tagen muss ich wieder in Christchurch sein und meinen Mietwagen abgeben. Nun heißt es Strecke machen…auf in den Norden.
Die Landschaft ist durchzogen von Seen……die teilweise regelrecht gespenstisch wirken.Irgendwo entlang der Westküste……und wiedereinmal ist der Weg das Ziel.Der Lake Matheson.Ein neuseeländischer Vogel.Der Franz Josef-Gletscher.Die Pancake Rocks nahe Punakaiki.Der gruselige Weg zur Straße zurück.Die Westküste von ihrer wilden Seite……und von ihrer ruhigen.
…von Queenstown aus wird es jetzt wieder bergiger. Ich möchte weiter nach Wanaka, nehme hierfür aber statt dem schnellen State Highway 6 den Crown Range Road durchs Hinterland, der in Cardrona in den Cardrona Valley Road übergeht und fahre schlussendlich eine der beeindruckendsten Strecken seit meinem Start in Christchurch. Der Crown Range Road gilt als höchstgelegenste Hauptstraße Neuseelands und führt mich im zickzack zwischen grasbewachsenen Bergen hindurch. Übernachten tue ich schließlich mit meinem Van auf einem Rastplatz an der höchsten Stelle des Weges und somit wohl auch einem der höheren Freecamping-Flächen des Landes.
Am nächsten Morgen fahre ich die letzten Kilometer bis nach Wanaka und dann direkt weiter über den etwa 30 Kilometer langen und unbefestigten Wanaka Mount Aspring Road zum Parkplatz Raspberry Flat. Die Anfahrt hierher ist ein wirkliches Abenteuer und führt über Kuh- und Schafsweiden sowie durch insgesamt 11 Furten. Einmal muss ich meine Fahrt unterbrechen, weil ein Bauer auf einem Golfcart und mithilfe von drei großen Hunden eine etwa 70 Tier starke Herde Rotwild über den Schotterweg vor mir treibt; sehr beeindruckend anzuschauen, wie Hund und Herrchen hier zusammenarbeiten. Vom Parkplatz Raspberry Flat aus mache ich mich auf den Weg zum Rob Roy-Gletscher und bekomme spätestens am höher gelegenen Aussichtspunkt, der sich unmittelbar unter dem Gletscher befindet, ein mulmiges Gefühl, da sich der Platz mitten im Lawinengebiet befindet, auf was mich drei Warnschilder bei meinem Aufstieg hingewiesen haben, und die Eismassen bedrohlich über den Fels hängen. Zum Glück geht hier alles gut und ich erlebe einen tollen Trek in einer sehr beeindruckenden Gegend. Den Abend lasse ich im Paradise Cinema ausklingen, in dessen gemütlichem Kinosaal Nummer 3 ich meinen ersten englischsprachigen Film ohne Untertitel von einer unfassbar bequemen Couch aus ansehe. Die neue Marvel-Verfilmung. Venom.
Von Wanaka aus geht es auf dem State Highway 6 über den Haast Pass weiter zur Westküste. A new adventure…
Mein Stellplatz für die Nacht am Crown Range Road.Die Aussicht am Abend……und am frühen Morgen.…und nach einem nochmaligen „power nap“.Auf dem Weg zum Rob Roy-Gletscher sehe ich…eine richtig blöde Kuh!Der Rob Roy-Gletscher vom unteren Aussichtspunkt aus.…auf dem Weg zum oberen Aussichtspunkt.Der Rob Roy-Gletscher.Auf dem Rückweg zu meinem Van neuseeländisches Idyll.Hello…i am from Europe!Der Kinosaal.Mein Stellplatz in Wanaka.Wanaka Tree.Die „Blue Pools“ auf dem Weg zum Haast Pass.
Bevor ich überhaupt in Queenstown, der zweitgrößten Stadt der Südinsel angekommen war, wusste ich bereits dank meiner neuseeländischen Camping-App, dass sich unweit von hier der Herr der Ringe-Drehort zu Sarumans Isengard befindet. Und selbstverständlich wollte ich sehen, wie die große Lichtung heute aussieht, nachdem die Ents hier einst so sehr gewütet hatten.
Ich bin bereits sehr früh wach. 7.00Uhr. Untypisch für mich! Ich bin gestern Abend noch ein Stück weit in Richtung Glenorchy gefahren, das knapp 50 Kilometer westlich von Queenstown am Kopf des wunderschönen Lake Wakatipu und in Richtung Isengard liegt. Das hellblaue Wasser des Lake Wakatipu, dass anscheinend wissenschaftlich als besonders rein belegt wurde, hat ganzjährig eine Temperatur von etwa 10°C; baden tut hier keiner. Es ist sehr frisch diesen Morgen und meine Autoscheiben sind wieder einmal beschlagen, für den Tag ist allerdings zum Glück Sonnenschein angesagt. Wie ich vom Campingplatz runterfahre und den linken Blinker setze, überlege ich noch kurz, ob ich die Fahrt wirklich auf mich nehmen soll, da mein Ziel nochmal deutlich hinter Glenorchy liegt und ich gewiss nicht vor der Mittagszeit zurück sein werde. Gedankenversunken fahre ich los und vergesse meine Überlegung sogleich wieder, als ich um die nächste Kurve biege. Weit breitet sich der Lake Wakatipu vor mir aus und um ihn herum strecken sich malerische, schneebedeckte Berge in Richtung Himmel, während vereinzelte Strahlen der aufsteigenden Sonne zwischen den Bergspitzen hindurch auf den See hinunter scheinen. Was für ein Bild. Die Küstenstraße danach ist sehr kurvig und schlängelt sich eng zwischen Felswänden zu meiner Rechten und dem Gewässer zu meiner Linken auf und ab, wodurch ich nur sehr langsam vorankomme und erst nach knapp 90 Minuten das Ortsschild von Glenorchy passiere.
Glenorchy ist ein kleines Örtchen, das vermutlich während der Skisaison so richtig aufblüht, ansonsten aber eher gemütlich dahinlebt. Ich drehe eine Runde um den Ortskern, bevor ich meinen fahrbaren Untersatz weiter Richtung Nordwesten, in Richtung des aus drei Häusern bestehenden Weilers mit dem Namen “Paradise” lenke. Zunächst führt mich der Weg noch über asphaltierte Straßen, doch schon bald verwandelt sich die Straße wiedereinmal in eine staubige Schotterpiste. Ich schließe meine Autofenster und stelle die Klimatisierung auf Innenbelüftung um. Mein Weg führt mich über privates Weideland, vorbei an Kühen und Schafen auf saftigen grünen Wiesen, die schneebedeckten Berge vor mir, eine braune Wolke aus aufgewirbeltem Staub hinter mir; die Tiere tun mir etwas Leid…haben sie doch keine Finger, um sich den aufgewirbelten Staub wieder aus den Augen zu wischen. Dann stehe ich plötzlich vor der ersten Furt. Besser geschrieben, hoffe ich, dass es eine Furt ist, wie auf dem kleinen gelben Hinweisschild, mit dem fast schon zu großen Ausrufezeichen darauf, neben dem Weg abgedruckt ist. Eine Furt bezeichnet normalerweise eine flache Stelle in einem Flusslauf, an der man das fließende Gewässer ohne Risiko überqueren kann, doch ich sehe den Boden aufgrund des braunen Flusswassers nicht…
Ich komme unbeschadet auf der anderen Seite an und mit etwa 30 Stundenkilometer taste ich mich langsam weiter durchs Gelände, immer wieder prüfend auf mein Mobiltelefon schauend, ob ich noch in die richtige Richtung, in Richtung Isengard, steuere. Zwei weitere Furten durchkreuzen meinen Weg, dieses Mal kann ich den Boden allerdings im klaren Gebirgswasser sehen und so auf dem seichtesten Weg und vorbei an größeren Steinen und Schlaglöchern durch die Furt manövrieren. Vereinzelt tauchen Fahrzeuge aus der Staubwolke hinter mir in meinem Rückspiegel auf, die ich dann vorbeifahren lasse, oder es kommen mir Fahrzeuge entgegen. Gleich wie auch zuhause wird hier der Zeigefinger übers Lenkrad gestreckt und so kurz gegrüßt. Lachen tun sie alle. Zum einen wohl, weil ich mich mit einem normalen Personenwagen auf solche Wege in eine solche Gegend “verirrt” habe, zum anderen wohl aus Respekt, weil ich mit einem normalen Personenwagen bereits so weit auf diesen Wegen gekommen bin und regelrecht rebellisch schon drei Furten hinter mir gelassen habe.
Die Landschaft ist geprägt von kleinen Seen, tiefgrünen Waldstücken und hellgrünen Wiesen. Furt Nummer 4 scheint recht tief zu sein und ich inspiziere sie genauer, bevor ich mich vorsichtig ins Flusswasser hineinwage. Das Land hier ist uneben und Erhebungen reihen sich bis zum Horizont beziehungsweise bis zu den schneebedeckten Gebirgszügen, die mich weitläufig umgeben, aneinander und versuchen sich dabei gegenseitig in ihrer flach ansteigenden Höhe zu übertrumpfen. Wieso der kleine Weiler in dieser Gegend nach dem Paradies benannt wurde, kann ich erahnen.
Ich bin zwischenzeitlich gut 1 ½ Stunden unterwegs und laut meinem Mobiltelefon befinde ich mich inzwischen zum Glück endlich nur noch wenige Kilometer von Isengard entfernt, als das bekannte gelbe Hinweisschild neben dem Schotterweg und Furt Nummer 5 vor mir auftauchen. Ein kleines Rinnsal fließt von rechts in ein gewaltiges Wasserloch, das sich quer über die ganze Wegbreite zieht und auf der anderen Seite rinnt ebenso wenig Wasser wieder hinaus. Das dreckige Wasser liegt still vor mir und der Weg führt recht steil hinein sowie ebenso steil etwa zwei Meter weiter wieder hinaus. Ich kann den Boden nicht sehen… Ich steige aus meinem Van und schau mir die Sache aus der Nähe an. Nach der ersten Furt hatte ich zu mir gesagt, dass ich bei der Nächsten umdrehen werde. Das Gleiche habe ich bei der Vierten gesagt. Die Versicherungsfirma, mit der mein Autovermieter zusammenarbeitet, die in meinem Vertragsfall Schäden ohne jegliche Selbstbeteiligung meinerseits beheben müsste, würde sich bereits bei dem Weg, auf dem ich die letzten Kilometer zurückgelegt habe, die Arme hinter dem Kopf verschränken und sich entspannt schmunzelnd in den Bürostuhl lehnen. Und ich entscheide, dass ich es lasse. Ich fahre nicht weiter. Ich drehe um.
Ich setze mich zurück in meinen Wagen und bin gerade am umdrehen, in dem ich auf die flache Grasfläche rechts des Weges zurücksetze, als ich weit hinten auf der anderen Seite der Furt eine Staubwolke sehe, die näher kommt. Ein Auto. Jemand, der mir zeigen wird, wie tief Nummer 5 wirklich ist. Das Fahrzeug schlängelt sich am Waldrand entlang, wo der Weg demnach weitergehen würde, entfernt sich kurzzeitig aus meinem Sichtfeld und erscheint schließlich, wie erwartet, direkt vor der Furt. Ein dunkler VW Amarok, vermutlich erste Ausführung, offene Ladefläche…
Udo, du weißt, was ich meine 😉
…hinter dem Steuer ein Mann mit dunklerer Haut, die Dreadlocks offen über die Schulter hängend. Die breite Front des Amaroks taucht tief in die Furt ein und Wasser spritzt über die Motorhaube, durch den unebenen Grund kippt die Front des Giganten einmal nach links und wieder zurück, bevor die riesigen Reifen wieder aus dem Wasser auftauchen. Unsere Blicke treffen sich und aufgrund meiner Wagenposition ist im selbstverständlich bewusst, was ich gerade vorhabe und aufgrund der Stelle, wieso ich dabei bin, dass zu machen. Er grinst mich freudestrahlend und zugleich wohlwollend an, nimmt seine beiden Hände vom Lenkrad und zeigt mir, getreu dem Motto “schau mal her; wie cool; unbeschadet geschafft” die Daumen, dann ist er an mir vorbei. Definitiv zu tief! Alles richtig gemacht! Und die kurze Begegnung mit dem Amarok-Fahrer…mein persönliches Happy End.
Moment mal…Saruman ???
…weit breitet sich der Lake Wakatipu vor mir aus und um ihn herum strecken sich malerische, schneebedeckte Berge in Richtung Himmel, während vereinzelte Strahlen der aufsteigenden Sonne zwischen den Bergspitzen hindurch auf den See hinunter scheinen.Furt Nummer 3.Der Weiler „Paradise“.…auf dem Weg nach Isengard……auf dem Weg nach Isengard… Vorsicht: Kuh!…auf dem Weg nach Isengard… Sorry; das ist ein Pferd!Furt Nummer 5!DIE Furt Nummer 5!Auch rund um die fünfte Furt haben die Orks die Bäume gefällt……auf dem Weg zurück……dann halt Frühstück unweit von „Paradise“…Ich steh auf frühstücken!
Te Anau ist ein überschaubares Dörfchen, dessen Einwohnerzahl von etwa 2.000 in den kalten Monaten durch Touristen im Sommer, die dann all die Ferienapartments und Campingplätze stürmen, auf rund 10.000 Menschen ansteigt. Te Anau liegt am Rande des Fjordland Nationalparks und ist das Tor in eine andere Welt. Von Te Anau aus führt der einzige Weg zum weltbekannten Milford Sound. Über Te Anau führt die Hauptroute zum Startpunkt in den Doubtful Sound, der weiter im Süden liegt. Die nähere Umgebung von Te Anau bietet dutzende von wundervollen Wanderwegen in Neuseelands größten Nationalpark und ist der Ausgangspunkt von gleich drei weltbekannten Great Walks: Dem Kepler, dem Milford und dem Routeburn Track.
Ich gönne mir in Te Anau eine kleine Pause von den langen Autofahrten, all den Besichtigungen und dem ständigen “den nächsten Schritt planen”. Ich hab mich auf einem schönen Campingplatz eingemietet und genieße einfach mal…
…und lasse mir den Weg nach Te Anau durch den einsamen Süden Neuseelands nochmal durch den Kopf gehen…Irgendwo in den Catlins; im Südland…Irgendwo in den Catlins; im Südland…Nugget Point Lighthouse am Kap Nugget Point, im Herzen der Catlins.Unweit von Slope Point, dem südlichsten Punkt der Südinsel. Was man auf dem Bild nicht erkennen kann: Zwischen dem Teich im Vordergrund und dem blaunen, südpazifischen Ozean dahinter führen zerklüftete Klippen etwa 200 Meter senkrecht nach unten.Irgendwo zwischen Tuatapere und Clifden im Central Southland, von dem ich aufgrund verregnetem, grauen Wetter kaum etwas sehe, holt mich prompt der Winter ein.…und innerhalb von einer guten Stunde wirft es mal schnell gut 20cm Neuschnee auf den Boden, so dass sogar kurzzeitig Straßen gesperrt werden.Das winterliche Wetter hält schließlich zunächst auch noch in Te Anau an und ich ziehe mich in das warme Dorfcafè zurück…Manchmal ist der Weg das Ziel…der Kepler Track.Auf dem Kepler Track.Auf dem Kepler Track.Gute Nacht, Te Anau.
Am vergangenen Dienstag bin ich von Sydney aus nach Christchurch auf die Südinsel Neuseelands geflogen und befinde mich seither in dem Land, das bereits seit Beginn meiner langen Reise im November des vergangenen Jahres ganz weit oben auf meiner Liste steht. Neuseeland ist nach den Cook Islands, die nochmal 3.232 Kilometer weiter östlich im Südpazifik liegen, das am weitesten von Deutschland entfernt liegende Land der Welt. Ich befinde mich in der Zeitzone +12 und somit aufgrund der momentanen europäischen Sommerzeit ganze 10 Stunden vor meiner Familie und Freunden in meiner Heimat. Wenn wir hier übermorgen die Uhren um eine Stunde auf die neuseeländische Sommerzeit vorstellen werden, sind es 11 Stunden Unterschied und Ende Oktober werden es dann sogar 12 Stunden sein, wenn die Winterzeit in Deutschland begonnen hat.
…beim nochmaligen Lesen dieser Tatsache ergreift mich jetzt gerade schon wieder die Ehrfurcht, PaLi! 🙂
Im Jahr 2011 wurde Christchurch leider von einem schrecklichen Erdbeben heimgesucht, das einen Großteil der Stadt zerstört hat. Bis heute sind viele Gebäude beschädigt und teilweise sogar für den Zutritt gesperrt. Die Stadt besteht heute aus einem Mix antiker Gebäude, die die Tragödie überstanden haben, hochmodernen Neubauten, etlichen Baustellen und riesigen geräumten Flächen, auf denen die zu stark beschädigten Gebäude bereits abgerissen aber mit dem Bau neuer Gebäude noch nicht begonnen wurde. Hinter jeder Wegbiegung zeigt sich die größte Stadt der Südinsel von einer völlig anderen Seite.
Ich wohne seit meiner Ankunft im Jailhouse am südwestlichen Stadtrand von Christchurch, einem alten Gefängnis, dass bis 1999 in Betrieb war und nach dessen Auflösung in ein Hostel umgebaut wurde. Die wesentlichen Merkmale eines Gefängnisses wurde dabei beibehalten; es gibt bis auf zwei 10Bett- und einen 6Bett-Dorm ausschließlich 2Bett-Zimmer, die sich allesamt in den ehemaligen Zellen mit dicken Stahltüren und Gittern vor den Fenstern befinden. Ein ganz besonderes Flair; glücklicherweise habe ich einen Schlüssel zu meiner Kerkertür. Dass mir Christchurch als Stadt gefällt, muss ich leider verneinen. Ich fühle mich allerdings wohl und habe meine Haftzeit aufgrund dessen heute morgen nun nochmal um vier weitere Nächte verlängert…
Die Straßen von Christchurch…Die Straßen von Christchurch…Die Straßen von Christchurch…Die Straßen von Christchurch…
Auch Christchurch hat einen sehr schönen botanischen Garten……mit allerlei Blumen……und anderen Pflanzen. Ich stehe auf Farne!…nachts im Museum.Das Jailhouse Hostel.Das Jailhouse Hostel.Eine Gedenkstätte für die 185 Todesopfer des Erdbebens im Jahr 2011.
Was ich in Sydney definitiv bin? Aktiv! Innerhalb der ersten drei Tage habe ich vermutlich so viel Sightseeing gemacht wie sonst in einer Woche. Und wieso? Weil es Spaß macht; hier gibt es immer wieder nochmal etwas Neues zu entdecken. Leider ist das Wetter die letzten beiden Tage etwas abgekühlt, aber in der Hauptstadt des Bundesstaates New South Wales gibt es zum Glück auch ein paar Gebäude, die es sich von innen anzuschauen lohnt. Nachdem ich gestern das Australische Museum besucht habe, wage ich mich heute in die Kunstgalerie von New South Wales.
Ich widme diesen beiden Museen einen eigenen Eintrag, weil ich tatsächlich völlig überwältigt bin. Das Australische Museum bietet eine riesen Vielfalt an unterschiedlichsten Themenbereichen. Ein Bereich befasst sich mit den 200 einzigartigsten Artefakten der australischen Historie wie zum Beispiel dem ersten ausgestellten Bankscheck des Kontinents oder dem größten je gefundene Goldnugget mit 72 Kilogramm. Ein Bereich konzentriert sich auf die Tierwelt des Kontinents, einer auf die gefährlichsten Reptilien und Amphibien von Down Under, andere auf zum Beispiel die Entdeckung durch die Engländer um James Cook und selbstverständlich auf die Aborigines-Kultur. Mein Fokus lag vor allem auf der momentanen Australian Geographic-Sonderausstellung mit dem Thema “Naturfotograf des Jahres”. Ich bin immernoch begeistert von all den fotografischen Meisterwerken und platze geradezu vor neuer Inspiration. Von der Sonderausstellung kann ich wohl behaupten, dass sie eins meiner Highlights bei meinem Besuch in der größten Stadt Australiens war.
Was die Kunstgalerie angeht, so war diese definitiv ebenfalls einen Besuch wert. Am besten haben mir hier dann allerdings doch die europäischen Gemälde aus dem 16ten bis 18ten Jahrhundert sowie die zeitgenössische Kunst gefallen.
Der Wunsch, eines Tages das Louvre in Paris zu besuchen ist damit eindeutig weiter gewachsen…
Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”.Australian Geographic-Sonderausstellung; Thema “Naturfotograf des Jahres”. …das Foto wurde von einem 14-jährigen im Zoo gemacht!In der Kunstgalerie von New South Wales.In der Kunstgalerie von New South Wales.In der Kunstgalerie von New South Wales.In der Kunstgalerie von New South Wales. …ein Gemälde im Postkartenformat!In der Kunstgalerie von New South Wales.
Vergleiche ich die beiden Großstädte Australiens, Melbourne und Sydney, miteinander, so ist definitiv Sydney die Stadt, die als klassische Metropole aus dem Vergleich hervorgeht. Sydney ist größer, Sydney ist hektischer, Sydney ist lauter, Sydney ist teurer als Melbourne, bietet dafür allerdings auch mehr Abwechslung als die Stadt im Süden.
…und wenn man sich dann erstmal etwas in den Straßen auskennt…ist’s hier richtig schön. Die Infrastruktur ist gut, die Leute sind gut drauf. Es fühlt sich gut an, hier zu sein!
By the way: Happy Birthday, mein Bester!
Sydney.Sydney.Sydney.St. Mary’s Cathedral.St. Mary’s Cathedral.Sydney Opera House.Sydney Harbour Bridge.Sydney Darling Harbour.Sydney Hornby Lighthouse (Entrance to the Sydney Harbour).Surfers close to Bondi Beach.Cacadus at the botanical garden.