Vietnam, Hanoi, The Note Coffee

11:20 Uhr. Das kleine, unscheinbare Cafè „The Note“ liegt unmittelbar am Hoan-Kiem-See im Zentrum Hanoi’s. Bei einem ersten Blick auf die überschaubare Speisekarte sehe ich nichts auffälliges, laut einiger Internet-Stimmen erwartet mich hier aber wohl ein hervorragender Kaffee; das Personal ist schon mal gewohnt freundlich.

Ich bestelle einen Cappuccino und mach mich über eine für Europäer fast zu schmale Treppe in den zweiten Stock auf, wobei mich der „Aufstieg“ eher an Klettern denn an Treppensteigen erinnert. Im zweiten Stock angekommen, betrete ich das Zimmer zu meiner Linken und setze mich links an den kleinen Ecktisch. Das Zimmer ist durch zwei große Fenster sehr hell, drei der insgesamt sieben Tische sind durch andere Weltenbummler bereits belegt und ich konzentriere mich auf die Sticker…

Das „The Note“ ist von der Türschwelle im Eingangsbereich bis hoch in den dritten Stock mit farbigen Herzchen-Stickern beklebt, auf denen allerlei Grüßen, Wünschen und Weisheiten von Gästen zu lesen sind, die sich hier mit ihrem Besuch verewigt haben.  Ich sehe Sticker an den Wänden und an der Decke, auf dem Tisch vor mir und an den hölzernen Fensterläden zu meiner Rechten, an der Lampe in der Mitte des Raums und den verschiedenen Stühlen um mich herum.

Guuut…King Christian wünscht sich einfach nur, dass man im „Boobs“ und „Vaginas“ zeigt und Patricia von Melbourne liebt offenbar Vietnam „very much“. Immerhin Anna aus Norwegen wünscht mir einen schönen Tag…scheint eine nette Person zu sein, diese Anna.

Der Cappuccino ist wirklich sehr gut. …und zum Schluss klebe ich selbstverständlich auch noch einen Sticker mit großem, roten Herz an die Wand:

„tomorrow it’s a better day to be in a bad mood“

Vietnam, Hanoi

Ich liebe diese Stadt…und ich liebe das Old Quarter View Hanoi Hostel.

Nach einem zweistündigen Flug von Phu Quoc bin ich vor knapp 4 Stunden im Norden Vietnams, in Hanoi, angekommen. Nach einer gut 30minütigen Uber-Fahrt, deren Kosten ich mir mit zwei sehr freundlichen, in England lebenden Polen teilen konnte, erreichte ich das „Old Quarter“ gegen 20.00Uhr. Es ist das zweite Mal, dass ich hier bin und die Straßen kommen mir vertraut vor…ich mag diese alten, teils mit Pflasterstein ausgelegten, belebten Straßen Hanoi’s, auf denen die Restaurants und Bars ihre kleinen Stühle und Tischchen bis weit über den Bordstein herausstellen und durch die sich der nicht enden wollende Fluß aus Touristen, Backpackern, Locals und den für Asien typischen Motorrollern windet. Irgendwie ist das hier im „Old Quarter“ anders als in den anderen Städten Vietnams. Irgendwie fühle ich mich hier direkt wohl.

Ich komme nach einem kurzen Fußmarsch, bei dem ich mich von meinen beiden Begleitern verabschiede, im Old Quarter View Hanoi Hostel an. Auch hier bin ich heute nicht zum ersten Mal und verspüre sogleich das schöne Gefühl von Behaglichkeit. Obwohl mein erster Aufenthalt hier etwas mehr als 5 Monate zurückliegt, begrüßt mich die Dame an der Rezeption mit einem grinsenden „Welcome again“ und hält mir den Dorm-Schlüssel sowie das gewohnte, frische Handtuch mit der orangenen Stoffschleife außenrum entgegen. Schnell das Gepäck im Schließfach unter meinem Bett verstaut, setze ich mich entspannt im Aufenthaltsraum auf die Eckbank und bestelle ein regionales „Hanoi-Beer“, während ich mich ins hausinterne WLAN einwähle. Ein Passwort brauch ich  nicht…ich war ja schonmal hier.

www.oldquarterviewhanoihostel.com