Australien, Darwin

Darwin…ich bin bereits zum zweiten mal hier und es ist schön, wenn einem eine Umgebung etwas vertraut vorkommt. Der Vorteil in Darwin ist natürlich: Ich kenne ein paar Leute und muss mich nicht groß um eine Unterkunft bemühen. Dieses Mal schlafe ich bei einer Freundin von Sophie im Stuart Park…Alex.

Ich fühle mich wohl in Darwin, wodurch die Zeit leider nur so vorbei rennt und ich gar nicht genau weiß, was ich in der vergangenen Woche eigentlich alles gemacht habe. Am Montag waren wir fischen…am Dienstag waren wir am Hafen essen und hatten dieses leckere Buffet mit allerlei Meeresfrüchten, Shrimps, verschiedenen asiatischen Leckereien und diesem uuunvergesslichen Schokoladenkuchen…Dienstag und gestern war ich an der Waterfront im Meerwasser baden. Die einzige Stelle, an der man hier um Darwin herum ins Wasser gehen kann, weil zur offenen See hin ein großes Netz gespannt ist, um die Krokodile fernzuhalten…heute haben wir Alex ihren Garten auf Vordermann gebracht. Ein paar Bäume versetzt, ein wenig Unkraut gejätet, diverse Topfpflanzen umgetopft…und all die Zeit über ist es heiß. Tropisch heiß. Wieder einmal einfach zu heiß…

Darwin mag ich trotzdem!

Eines Tages an der Waterfront…
Der Garten…
Der Garten…
Der Garten…und die kleine Ananas.
Not macht erfinderisch…wer entdeckt die Shisha-Kohle?
Ich sehe was, was du nicht siehst? …im Getränkehandel…
…und war geschockt!
Umgerechnet knapp EUR12,- für nen Sixpack Oettinger Dosenbier!
Darwin…East Point.
Darwin…East Point. Cheers, Sophie!

Australien, Fischen im Kakadu Nationalpark

Bist du im Northern Territory unterwegs, so kommst du mit einem Thema definitiv in Berührung. Fischen. Hier im Norden Australiens dreht sich alles um den großen Fang. Man könnte mich wohl als Fisherman’s Friend betiteln, denn mein Kumpel Kyle ist definitiv jemand, der weiß, wie man fischen geht. Bei meinem letzten Aufenthalt vor einem guten Jahr in Kyle seinem Haus sind wir einen Tag mit dessen Boot auf den Adelaide River zur Krabenjagd rausgefahren, heute konzentrieren wir uns aufs Angeln mit der Route und lassen die Gitterboxen zuhause im Schopf.

Die rote Kühlbox hingegen kommt wie gewohnt mit und ist mit ausreichend Bier sowie Jack’s für Kyle gefüllt. Ein paar Snacks sind im Boot verstaut, die spezielle Fischerkleidung ist angelegt. Los geht’s. Nach circa 45 Minuten, von denen wir etwa die Hälfte auf unbefestigten Feldwegen aus Sand und Staub zurücklegen, erreichen wir eine staubige, kahle Fläche, auf deren äußerem Rand ein paar Mülltonnen aufgestellt wurden…ein Parkplatz mitten im Nirgendwo…außer uns ist niemand da. Direkt hinter dem Stellplatz erstreckt sich der Billabong at Hardy’s am Rande des Kakadu Nationalparks, den Kyle als Ziel für heute auserkoren hat. Billabong ist ein Begriff aus der Sprache der Aborigines, den Ureinwohnern Australiens, und steht für ein Gewässer, dass sich während der Regenzeit mit Wasser füllt und über die trockenen Monate hinweg dann langsam austrocknet.

Kyle fährt mit seinem Auto rückwärts die Rampe aus festgetretenem Dreck zum Ufer runter, bis der Anhänger und das Boot vollständig im Wasser stehen. Kleine Wellen schwappen in Richtung Gewässermitte davon. Die Sonne scheint am wolkenlosen azurblauen Himmel, es ist mit etwa 35°C und deutlich höherer Luftfeuchtigkeit als in Europa schon fast zu heiß und das Wasserloch, das sich von hier aus kilometerweit über schmalere und breitere Läufe ausgebreitet hat, ruht still vor uns…fast habe ich vergessen, dass es hier giftige Spinnen gibt, Schlangen gibt und vor allem ganz gefährlich…Krokodile gibt. Mit wachen Augen treten Kyle und ich ins Wasser und machen das Boot los, während Sophie bereits an Land aufs Boot geklettert ist und nun von Bord aus die Umgebung und das Wasser um uns herum beobachtet. Das Wasser ist ruhig…zu sehen ist in der braunen Suppe ohnehin nichts. Während Kyle das Auto wegfährt, stehe ich mit einem mulmigen Gefühl am Uferrand und halte das Boot mithilfe eines Taus fest.

Fünf Minuten später haben wir alle drei im Boot Platz genommen und Kyle steuert das Boot in den Billabong hinaus. Ich öffne das erste Bier der Marke Great Northern und lehne mich in meinen Campingstuhl zurück. Ich genieße den kühlen Fahrtwind und beobachte das vorbeiziehende Ufer, während Kyle nach einer geeigneten Stelle Ausschau hält, an der es die Köder auszuwerfen lohnt.

…und wie wir über die Ausläufe des Billabong dahin schippern, ändert der Himmel langsam seine Farbe von blau zu orange und die ersten Tiere kommen aus ihrem Unterschlupf, der sie vor der heißen Mittagssonne Australiens beschützt hat, hervor, um am Ufer zu grasen oder sich im Wasser zu erfrischen. Wallabys, Kängurus, Vögel in jeglicher Größe und Farbvariation, Wasserbüffel und auch ein paar erste kleinere Krokodile. Gerade die Kängurus und Wallabys wieder in freier Wildbahn zu sehen, erfüllt mich mit einer großen Zufriedenheit. Ein sehr schöner Moment. Wir werfen den Anker schließlich in einer kleinen Bucht aus und die Fischköder an unseren Angelhaken sinken zusammen mit der Sonne aus unserem Blickfeld.

Der Himmel ist sternenklar, doch die Nacht ist dunkel. Es ist Neumond. Mit Stirnlampen ausgerüstet sitzen wir gemütlich im Boot, werfen den Haken ein ums andere mal aus und genießen die abgekühlte Nachtluft. Es ist einer dieser perfekten Abende…solange die Lampen ausbleiben. Schalte ich meine Stirnleuchte an, um die Angel vor mir zu prüfen, so stürzen sich augenblicklich gefühlt alle Fluginsekten Nordaustraliens auf den Lichtkegel über meinen Augen und sowohl sehen als auch atmen fällt mir schwer. Die Schnur ist richtig aufgewickelt…schnell wieder ausschalten…jetzt hat Sophie ihre Lampe angeknipst…ich atme tief durch den offenen Mund.

Gegen 23.00Uhr drängt uns nach sechs Stunden dann schließlich langsam der Hunger zur Rückkehr. Mit Scheinwerfern, die am Bug des Bootes angebracht sind, tasten wir uns behutsam zurück zum Anlegeplatz und ich achte mithilfe meiner Stirnlampe auf aus dem Wasser herausragende Bäume und Steine. Regelmäßig trifft der Lichtstrahl meiner Stirnlampe nun auch auf kleine reflektierende Punkte im Uferbereich; die Augen von Krokodilen, die im seichten Wasser auf Beute lauern. Die aktive Zeit der Urwesen ist angebrochen…aber um unsere Anlegestelle am äußeren Rand des Billabong herum ist es zum Glück ruhig und unsere Lichtstrahlen werden von nichts reflektiert.

Thanks for a new awesome experience, mate!

Bereit zur Abfahrt.
…und rein mit dem Kahn.
Der Billabong.

Ob das wohl der aus dem Film Crocodile Dundee ist…

Cheers mate!

Ukraine, Kiew

…erneut zieht es mich in die Welt hinaus.

Nach einer mehrmonatigen Pause, in der ich den Jahrhundertsommer in meiner Heimat genoss, habe ich mich dazu entschieden, meine ursprünglich geplante Reise weiterzuführen…zu einem Abschluss zu bringen…zurück nach Asien…und dann weiter in Richtung Süden. Und wie die Maschine auf dem Flughafen Frankfurt abhebt, spüre ich das alte vertraute Gefühl, den Wunsch nach einem Abenteuer. Es geht wieder los…

Bereits um 5 Uhr in der Früh hebt unser Flugzeug ab und bringt meine gute Freundin Sophie, die mich zunächst noch begleiten wird, und mich in das per Flug 2 ½ Stunden entfernte Kiew, die Hauptstadt der Ukraine. Unser Flugplan sieht hier einen Zwischenstopp von 11 Stunden vor und so treten Sophie und ich durch die Passkontrolle und fahren mit dem Flughafen-Shuttle ins Stadtzentrum der Hauptstadt.

Angekommen, machen wir uns auf den Weg zu verschiedenen Sehenswürdigkeiten, die wir heute besuchen möchten und werden prompt Zeuge eines Übergriffs durch Taschendiebe…auf uns.

Eine Gruppe von etwa zehn Mädchen im Alter zwischen 14 und 22 steht um den Treppenabgang zu einer Unterführung herum; was die Herkunft angeht, so stammen die jungen Frauen vermutlich aus einem der Länder des ehemaligen Jugoslawiens. Wie wir an den Mädchen vorbei treten, treffen sich meine Blicke mit denen der vermutlichen Rädelsführerin, die daraufhin aufgeregt mit ihrer Freundin tuschelt. Ich fühle mich noch geschmeichelt, vor allem auch, weil Sophie bemerkt, dass die junge Frau sie anschließend komisch mustert. Wir laufen die Treppen zur Unterführung hinunter und wie wir die vorletzte Stufe erreichen, höre ich Sophie “hey” rufen. Die Gruppe aus jungen Frauen ist uns die Treppen hinab gefolgt. Der Reißverschluss meines Rucksack, den ich auf dem Rücken trage, ist halb geöffnet, mein Stoffbeutel, in dem ich den ganzen Kleinkram von mir aufbewahre, hängt aus dem Rucksack heraus und der Geldbeutel von Sophie befindet sich zwischen den Fingern der Diebin. Durch den Ruf aufgeschreckt, lässt die enttarnte Diebin den Geldbeutel fallen und die Gruppe zieht ungeniert schmunzelnd an uns vorbei. Ich realisiere die Situation noch immer nicht und wie Sophie erzählt, was gerade passiert ist, ziehe ich meinen Rucksack von der Schulter und denke “f*ck, ich hab meinen Rucksack gar nicht geschlossen”. Ich habe weder ein Ziehen noch ein Drücken bemerkt. Ich bin perplex…ich hab nicht gedacht, dass mir sowas mal passieren wird.

Den restlichen Tag verbringen wir ohne weitere Zwischenfälle im Zentrum von Kiew. Wir schauen uns das goldene Tor, die Sophienkathedrale, das St. Michaelskloster und schließlich den Majdan an. Zurück zum Hauptbahnhof, von wo aus uns das Flughafen-Shuttle zu unserem Anschlussflug chauffiert, fahren wir mit der Metro. Kiew besitzt die tiefsten Metrostationen der Welt.

Und dann geht’s auch schon weiter Richtung Osten…nächster Stopp: Bangkok.

Das goldene Tor.
Die Sophienkathedrale.
Somewhere in kiev…
Das St. Michaelskloster.
Das St. Michaelskloster.
Somewhere in kiev…
Somewhere in kiev…
Es wird Herbst in Kiew…
…Kiew besitzt die tiefsten Metrostationen der Welt.

Vietnam, Phu Quoc

Phu Quoc im Schnell-Überblick:

  • Super Burger bei Pizza Regina & ein täglicher Nightmarket mit Straßen-Restaurants mit hervorragender südvietnamesischer Küche (Seefood & Shrimps). #solecker
  • Pepper-Farm und Pearl-Factory…wohl die peinlichsten Touristenattraktionen, die ich je besuchen musste…
  • Sehr interessantes/erschreckendes Gefängnismuseum „Nha Tu Phu Quoc“ im Süden der Insel (Menschen können so herzlos sein).
  • Die wunderschöne Pagoda „Chua Ho Quoc“ und das Glockenspiel im linken Turm.
  • ERSCHRECKEND viel Plastikmüll an den Stränden und auch im Meer davor.
  • Drei gemeinsame Tage mit meinen Freunden Sophie & Kyle !!!
Phu Quoc ist sehr bekannt für seine Fischsoßen-Fabrik.