Myanmar, Mandalay, Das Umland

…und bei all der Zeit in Mandalay, hat es mich auf der Suche nach Abenteuern und guten Fotomotiven dann auch in Mandalay’s Umland getrieben:

Inwa, südlich von Mandalay
Inwa, südlich von Mandalay
Inwa, südlich von Mandalay
Mingun, nordwestlich von Mandalay
Mingun, nordwestlich von Mandalay
Mingun, nordwestlich von Mandalay
Mingun, nordwestlich von Mandalay
Mingun, nordwestlich von Mandalay
U-Bein-Bridge, südlich von Mandalay (Eines meiner Lieblingsbilder!)
U-Bein-Bridge, südlich von Mandalay (Ein weiteres meiner Lieblingsbilder!)
U-Bein-Bridge, südlich von Mandalay
U-Bein-Bridge, südlich von Mandalay

Myanmar, Mandalay

Mandalay ist die zweitgrösste Stadt Myanmars. Die Stadt, über die ich nach Myanmar eingereist bin, in der ich für etwa 2 ½ Stunden verweilte, als ich vom Chin State in den Shan State übersiedelte, in die ich für zwei Nächte entspannten Schlaf nach so vielen Tagen Trekking zurückkehrte…und dann für 6 Nächte blieb, weil’s sich grad so anbot.

Mandalay ist nicht Hanoi, Mandalay ist nicht Chiang Mai. Und trotzdem hat Mandalay Charme. Birmanischen Charme.

Da gehört eigentlich noch ein braun-weiß gefleckter Hund mit ins Bild, der jedoch bei allen drei Versuchen das Weite gesucht hat…

Unverhofft auf dem Heimweg mit dem Fahrrad…DAS war unglaublich!

Myanmar, Bagan

Ich bin nun den zweiten Tag in Bagan. Gestern habe ich mir gemeinsam mit Shelby einen Überblick über die kleine Stadt “New Bagan” verschafft, war lecker essen und schaute mir nachmittags mit einem gemieteten E-Bike einen ersten Teil der Tempellandschaft rund um Bagan an. Für heute habe ich mich zu einer Tempeltour angemeldet, die von meinem Hostel angeboten wird und durch die ich mir nun weitere, fundiertere Informationen und Eindrücke über die Gegend erhoffe.

Mein Tag beginnt sehr früh. Shelby und ich haben gestern während unserer Entdeckungstour etwas Abseits der üblichen Wege einen coolen Tempel gefunden, zu dessen Spitze man steigen kann und von dort aus den Sonnenuntergang angesehen. Nach diesem Spektakel haben wir dann direkt vereinbart, dass wir heute vom Nachbartempel aus den Sonnenaufgang verfolgen wollen. Wir treffen uns um 05.45Uhr im Erdgeschoss an der Rezeption und machen uns nach einem schnellen Kaffee auf zum E-Bike-Verkaufsshop des Vortages, um dort erneut einen fahrbaren Untersatz für den Tag zu mieten. Ein Gesetz in Myanmar verbietet regionenbezogen das Fahren sowie auch bereits das Vermieten von Motorrädern und Scootern an Ausländer, in Bagan sind jedoch Elektroroller erlaubt und überall erhältlich. Ich finde das großartig!

Es ist noch dunkel, als wir am Tempel ankommen und durch einen schmalen, unscheinbaren Seitengang die Treppen nach oben ertasten. Oben angekommen, beginnt sich der Himmel nach kurzer Zeit dann schließlich von schwarz zu grau und grau zu blau zu färben. Uns eröffnet sich die gleiche atemberaubende Aussicht wie am Vortag. Weite Flächen mit sandigem Grund, niedrigem Buschwerk und den Tempeln, die überall elegant und mystisch zugleich aus dem Boden ragen. Die Nächte in Myanmar sind recht kalt und zwischen den Büschen und kleineren Bäumen hängen die Nebelschwaden. Nach und nach lichtet sich der Nebel und gibt unserem Sichtfeld weitere Tempel frei. Und wie sich der Himmel langsam rosa färbt, steigen wenige hundert Meter weiter nördlich die Ballons auf… Die Tempellandschaft von Bagan zum Sonnenaufgang aus einem Heißluftballon heraus zu bestaunen, ist sehr gefragt und teuer zugleich. Der stolze Preis für eine etwa 60 minütige Fahrt liegt bei grob 430,- US-Dollar. Und die Anbieter sind Tage im Voraus ausgebucht! …die Ballons steigen höher und höher in Richtung Firmament hinauf und mit ihnen die Sonne. Was zunächst nach einem Flop aussieht, entpuppt sich als wahres Wunder. Die Sonne steigt ohne große Vorankündigung in Form von Morgenrot oder Sonnenstrahlen aus den dichten Nebelschwaden am Horizont empor. Rund und leuchtend rot wie ein Feuerball. Schlagartig erhellt sich die Landschaft um uns herum und was wenige Minuten zuvor noch grau schien, färbt sich jetzt in sattes grün. Es ist kalt. Und es ist still. Und wie die Ballons näherkommen, ist das einzige Geräusch, dass zu vernehmen ist, das gelegentliche Rauschen der Gasbrenner, die die Luft im Inneren der Ballons erhitzen, um höher hinauf zu steigen.

Um 7.45Uhr bin ich schließlich am Hostel zurück und nach einem kurzen Frühstück finde ich mich auf 08.30Uhr mit meinem E-Bike vor dem Hostel ein, von wo aus die mittels Tourguide geführte Besichtigungstour startet. Wir sind insgesamt 24 Personen, was normalerweise deutlich zu viel für meinen Geschmack ist. Hier sind jedoch die meisten Teilnehmer Alleinreisende und ich lerne bereits auf der 10 minütigen Fahrt zur ersten Pagoda Leute aus Israel, Vietnam, der Schweiz und den Niederlanden kennen, was wirklich witzig ist. Nach und nach werden es dann mehr; nochmal Israel, Thailand, Japan, Indien, China, Brasilien, tschechische Republik….die ganze Welt scheint vertreten zu sein und unser birmanischer Tourguide sorgt mit unglaublichem Wissensschatz dafür, dass uns nicht langweilig wird.

Nachdem wir Dhammayazaka, die einzige Pagoda in ganz Bagan mit fünf Eingängen, verlassen, führt uns unser Weg in ein kleines Dorf weiter, in dem allerlei einheimische Handwerkskunst zu bestaunen ist. Die Leute sind nett hier und bieten uns allerlei Waren zu einem “good price” an. Während sich die anderen Tourteilnehmer die Kunstwerke anschauen oder sich in Verkaufsverhandlung begeben, komme ich mit Ludek aus Tschechien ins Gespräch. Ludek ist etwas älter als ich, alleine reisend und sucht einen Travel Buddy für einen Trek weiter im Westen. Er möchte mit dem Bus in das sieben Stunden entfernte Mindat fahren und dort einen Local Guide anheuern, der ihn von Mindat aus in einem 3 Tage-Trek auf den zweithöchsten Berg Myanmars, auf den Mount Victoria, führt. Mindat liegt im westlich von Bagan gelegenen Chin-Staat, dem ärmsten Staat Myanmars, der erst seit drei Jahren überhaupt für den Tourismus geöffnet ist und nördlich der Rakhine-Provinz liegt, in der seit Monaten ein Glaubenskrieg in der Bevölkerung herrscht. Warmwasser, Internet und auch Touristen findet man in Mindat und Mindat’s Umgebung nur sehr selten; die Vorstellung gefällt mir gut. Da ich ohnehin keinen wirklichen Plan für die Zeit nach Bagan habe, verabrede ich mich mit Ludek auf den nächsten Tag, um weitere Informationen zu seiner Idee, dem Chin-Staat und nicht zuletzt auch über Ludek selbst zu erhalten.

Unsere Bagan-Tour führt uns bis in den Nachmittag hinein zu verschiedenen Tempeln der insgesamt über 2.000 Monumente…Bagan ist beeindruckend.

Bin unheimlich stolz auf dieses Bild!

Die Zeichnungen an der Wand sind aus dem 11. Jahrhundert!

…auch hier: 1.000 Jahren alt!
DAS ist Bagan!

Thailand, Pai

Egal wer mit wem über Thailand spricht, früher oder später fällt immer der Name Pai. Ein nicht all zu großes Städtchen, dass in einem kleinen, grünen Tal liegt und von hohen Bergen umgeben ist. Die Ortschaft selbst grenzt an einen kleinen Fluss, der gemütlich dahin plätschert, die Straßen sind mit allerlei netten Cafès und kleinen, gemütlichen Restaurants zu beiden Seiten geschmückt und das Umland ist gesegnet mit wundervoller Natur, herrlichen Wanderwegen, heißen Quellen im Norden und Süden sowie einigen sehr nett anzuschauenden, kulturellen Plätzchen. Leider wird mein Aufenthalt von einer Art Rachenentzündung begleitet, wodurch ich meinen geplanten 6 Tage-Aufenthalt bereits nach drei Tagen beende, um in Chiang Mai ärztlichen Rat aufzusuchen…

Pai. Ich kann mir gut vorstellen, dass ich hier irgendwann nochmal zurückkomme…see ya!

Auch Pai kann „spicy“.

Vorsicht ist besser als Nachsicht…Augen auf im hohen Gras!

Schlaf gut, Pai.